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„Game Plan durchgezogen“: Grizzlys siegen 5:3 gegen Augsburg

Eishockey „Game Plan durchgezogen“: Grizzlys siegen 5:3 gegen Augsburg

Das war ein Arbeitssieg: Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg bezwang die Augsburger Panther in einer umkämpften Partie mit 5:3 (1:1, 1:1, 3:1) – auch, weil die Grizzlys viel Geduld mitbrachten. Durch den Erfolg kletterte Wolfsburg auf Tabellenplatz vier

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„Play-Off-Charakter“: Die Grizzlys (l. Christoph Höhenleitner) entschieden eine umkämpfte Partie gegen die Augsburger Panther (r. Gabe Guentzel) für sich.

Quelle: Boris Baschin

Wolfsburg. Das Spiel begann, wie es über weite Strecken sein sollte: Umkämpft, zerfahren und immer wieder mit Fehlern auf beiden Seiten. Jeremy Dehner ließ die Grizzlys mit einem schönen Handgelenkschuss in den Winkel früh jubeln, lange hatte die Führung durch den Ausgleich von Augsburgs Gabe Guentzel jedoch nicht Bestand. Auffällig: Das Wolfsburger Überzahlspiel hatte Startschwierigkeiten, keines der drei Powerplays im ersten Drittel konnte verwertet werden. Kris Foucault kam mit einem Pfostentreffer einem Tor noch am nächsten, es ging jedoch mit 1:1 in die Kabine.

Im zweiten Drittel zeigte sich ein ähnliches Bild, das Spiel blieb offen, Wolfsburgs Powerplay zündete zunächst aber weiter nicht, Augsburg ging derweil durch Matt White in Führung, der einen Abpraller von Grizzlys-Goalie Felix Brückmann einschob.

Dann platzte der Knoten aber endlich: Nach einer Strafe gegen Arvids Rekis stand Gerrit Fauser goldrichtig, um den Rebound eines Schusses von Foucault zum Ausgleich kurz vor Drittelende zu nutzen. Dieser hatte in einem auch körperlich immer intensiver werdenden Spiel zunächst Bestand.

Daran änderte auch eine gut einminütige doppelte Unterzahl der Wolfsburger zu Beginn des Schlussabschnitts nichts: Armin Wurm musste wegen Bandenchecks gegen Augsburgs Trevor Parkes sitzen (kurz zuvor wurde Alexander Karachun auf ähnliche Art straffrei gefoult worden – sehr zur Verärgerung von Grizzlys-Coach Pavel Gross), Fauser beförderte die Scheibe zudem bei einem Befreiungsversuch unabsichtlich über das Plexiglas – trotzdem konnten die Panther mit dem statistisch besten Powerplay der Liga die Führung nicht wiederherstellen.

Das gab den Grizzlys Aufwind, und schließlich war es Alexander Weiss, der für den Befreiungsschlag sorgte: Mark Voakes’ Torschuss landete genau auf der Kelle des 30-Jährigen, von dort sprang die Scheibe ins Tor – die 3:2-Führung. In der Schlussphase gab es dann kein Halten mehr: Sebastian Furchner stellte auf 4:2, Fauser sorgte mit einem Powerplay-Treffer für ein weiteres Tor – das 3:5 durch Augsburgs Hafenrichter in der Schlussminute wurde da zur Nebensache.

„Wir wussten, dass wir nicht nachlassen dürfen und haben einfach weitergemacht, dafür sind wir dann belohnt worden“, freute sich Dehner, der mit einem Treffer und zwei Vorlagen einen starken Auftritt lieferte. Der Schlüssel zum Sieg: die Geduld der Wolfsburger. „Wir haben uns an unseren Game Plan gehalten, das war entscheidend“, resümierte Doppeltorschütze Fauser. „Wir haben zwar einige Powerplay-Chancen nicht genutzt, sind deshalb aber nicht nervös geworden.“ Sturm-Kollege Foucault schlug in die selbe Kerbe: „Wir haben nicht aufgegeben und weiter an uns geglaubt, als wir im ersten Drittel unsere Möglichkeiten liegengelassen haben.“

Auch Coach Gross sah es so: „Der Unterschied war, dass wir unseren Plan bis zum Ende durchgezogen und auch mal drei Rebound-Tore gemacht haben.“ Zudem bemerkte der 49-Jährige: „Das Spiel hatte Play-Off-Charakter. Beide Mannschaften wollten unbedingt gewinnen.“

Von Yannik Haustein und Jakob Schröder

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