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Fliegauf über Pinizzotto: Bei mir würde solch eine Type nicht spielen

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg Fliegauf über Pinizzotto: Bei mir würde solch eine Type nicht spielen

Die wilde Attacke gegen Grizzlys-Stürmer Sebastian Furchner und das unsportliche Verhalten von Münchens Angreifer Steven Pinizzotto sorgte am Montag für mächtig Verdruss beim Wolfsburger Eishockey-Erstligisten nach dem knappen 4:3-Sieg gegen den Meister am Sonntag.

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Das machte Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf sauer: Sebastian Furchner schützt sich am Boden, nachdem ihn Steven Pinizzotto übel bearbeitet hat.

Quelle: citypress24 / Imago

Wolfsburg.  „Das war gemeingefährlich! In meiner Mannschaft würde solch eine Type nicht spielen, nicht mal wenn er umsonst spielt, auch nicht mal, wenn er Geld mitbrächte! Ich hoffe, die Liga reagiert, und ich hoffe auch, dass München reagiert!“ So knallhart zählte Montag Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf Münchens Enfant Terrible Steven Pinizzotto an.

Der Angreifer des deutschen Eishockey-Meisters hatte Grizzlys-Stürmer Sebastian Furchner brutal und unsportlich angegangen war, als am Sonntag das Wolfsburger Siegtor zum 4:3 n. V. fiel.

Furchner, der nicht für eine Stellungnahme erreichbar war, sah unter den Attacken des Münchners „ängstlich“ aus, hatte auch der Manager beobachtet. Kein Wunder: Erst hatte Furchner mehrere heftige Crosschecks in den Nacken kassiert, verlor dabei seinen Helm, dann hatte sich Pinizzotto auf ihn geworfen und niedergedrückt und dem im Getümmel liegenden Wolfsburger dann noch einmal heftig mit der Faust auf den Kopf geschlagen. Und zwar in dem Moment, als er zu realisieren schien, dass der Puck zur Entscheidung im Münchner Netz gelandet war. „Furchner kann sich dabei schwer verletzen“, zürnte Fliegauf.

Extra-sauer ist Fliegauf, weil Pinizzotto kein unbeschriebenes Blatt ist. „So einer“, so der frühere Profi, „sollte keine Plattform haben. Das ist respektlos und zeigt, welchen Charakter dieser Spieler hat“.

Als die Schiedsrichter Strafe gegen den Münchner anzeigten, provozierte Pinizzotto sie noch mit Jubelpose, bekam eine weitere Disziplinarstrafe. Aber: Auch alles zusammen zählt nicht als große Strafe, die automatisch von der Disziplinarkommission nachträglich betrachtet würde. Zum Leidwesen des Wolfsburger Managers: „Was Pinizzotto da gemacht hat, war eigentlich eine Matchstrafe.“

Allerdings könnte der Chef der Liga-Disziplinarkommission, Ex-Profi Tino Boos, auch von sich aus tätig werden. Fliegauf hofft, „dass er das wird“.

Pinizzotto, ist seit er 2015 in die DEL kam, einer der meistbestraften Spieler (durchschnittlich fünf Minuten pro Spiel). In der Finalserie 2016 hatte er ungeahndet Grizzly Fabio Pfohl eine Gehirnerschütterung verpasst, später mal mit provokantem Jubel vor der Wolfsburger Bank die Gemüter erhitzt. In dieser Spielzeit steht er nun bei 24 Minuten in drei Partien. Zum Vergleich: Sebastian Furchner kam in den vergangenen beiden Spielzeiten auf 30 Strafminuten, steht in dieser Spielzeit bei 0.

Von Jürgen Braun

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