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Fabio Pfohl: Kater Louis hilft ihm durch den Frust

Grizzlys Wolfsburg Fabio Pfohl: Kater Louis hilft ihm durch den Frust

Das ist der Albtraum jedes Sportlers: Verletzt, gar nichts tun können, nicht einmal trainieren. Fabio Pfohl, hoffnungsvoller Stürmer der Grizzlys Wolfsburg, macht es seit Wochen durch. Der Eishockey-Profi dreht Däumchen – und dabei fast durch. In gleicher Situation ist Angriffskollege Marcel Ohmann (Rückenprobleme). Wie geht ein Vollblutsportler mit solchen Totalpausen um?

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Fabio Pfohl würde lieber spielen, doch der Grizzlys-Angreifer ist schon eine Weile zum Nichtstun verdammt.

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg. Pfohl hat Probleme im Adduktorenbereich. Erst einmal den genauen Bereich zu finden, um ihn dann behandeln zu können, hat eine Weile gedauert. Inzwischen kann der Angreifer physiotherapeutisch bearbeitet werden. Heiko Schäfer, früher VfL-Fußballer, zwischenzeitlich auch schon mal für die Grizzlys tätig, macht es.

Die vergangenen Wochen waren hart für Pfohl, der in sein drittes und letztes Vertragsjahr bei den Grizzlys geht, der in dieser Spielzeit eigentlich wieder an seine überragende erste Saison anknüpfen wollte, nachdem die Entwicklung (ohne zu enttäuschen) ein wenig stagniert hatte. Der Zeitpunkt der Verletzung – er ist mehr als unglücklich. Schließlich geht es auch um einen neuen Vertrag.

Verletzungen dieser Art sind tückisch, langwierig, oft schwer zu behandeln. „Ich muss erst einmal symptomfrei werden“, sagt Pfohl. Völlig offen, wann er wieder härter arbeiten kann.

Die Hoffnung des Stürmers, der 2015/16 DEL-Rookie der Saison war: „Dass ich bald wieder in den Kraftraum kann.“ Die ersten Saisontests hatte er noch mitgemacht. „Nach dem Testspiel in Salzburg ging es nicht mehr“, erinnert sich Pfohl. Zweimal hatte er in seiner Wolfsburger Zeit schon einiges an Pech gehabt, zweimal stoppten ihn Gehirnerschütterungen. Er muss geduldig sein, doch es ist „grausam“, sagt der Angreifer, „du musst mit dem Kopf kämpfen, weil es so ungewohnt ist, so nervig – nichts machen zu können, nicht helfen zu können. Als Mark Voakes gegen Salzburg ausgeschieden ist, da hätte ich am liebsten die Schlittschuhe angezogen. Das ist die Hölle, es nicht zu können.“ Die Langeweile zehrt.

Wenn Freundin Victoria bei der Arbeit ist, hockt er allein daheim mit Kater Louis. Ohne den würde ihm womöglich die Decke auf den Kopf fallen. Der Profi erklärt: „Man will ja auch keine falsche Bewegung machen, darf nichts riskieren, also macht man nicht viel.“ Schönste Abwechslung: „Morgens zur Mannschaft in die Kabine, ein wenig mit den Jungs reden, einen Kaffee bei ihnen trinken, Teil des Teams zu bleiben.“ Und auf den Tag zu warten, an dem das Training wieder beginnen kann. Pfohls Trost: „Ich bin ja jetzt auf dem Weg der Besserung. Und zum Glück ist es am Anfang der Saison passiert.“

Von Jürgen Braun

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