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Grizzlys Wolfsburg Endet die Gross-Ära gegen Berlin? Grizzlys versprechen neuen Kampf
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Endet die Gross-Ära gegen Berlin? Grizzlys versprechen neuen Kampf
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22:45 22.03.2018
Schwört Pavel Gross seine Schützlinge schon zum letzten Mal ein? Das Wolfsburger Aufgebot ist klein, der Kampfeswille aber noch groß. Gastgeber Berlin braucht nur noch einen Sieg, um die Grizzlys rauszuwerfen. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Sie wären keine echten Sportler und ganz gewiss keine Eishockey-Profis, wenn sie nicht mehr an ihre Chance glaubten. Die Grizzlys Wolfsburg nehmen am Freitag (19.30 Uhr) noch einen Anlauf bei den Eisbären Berlin. Allerdings: Wenn sie das Halbfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft noch erreichen, dann wäre das auch in diesem an sensationellen Wendungen nicht gerade armen Sport ein ziemliches Wunder.

Denn: Die Eisbären brauchen nur noch einen Sieg aus maximal drei Partien, die Wolfsburger drei. So ein Vorsprung kippt ganz, ganz selten. Das wissen die Grizzlys aus eigener Erfahrung. Denn sie haben im Vorjahr im Viertelfinale so einen Vorsprung durchgebracht, auch wenn aus 3:1 Siegen noch ein 3:3 wurde, ehe Wolfsburg Spiel sieben in Köln gewann. Die Grizzlys müssen in Berlin verkürzen, sonst ist die Saison vorbei. Die Serie völlig zu kippen – das gelang in der DEL erst ein einziges Mal. Frankfurt schaffte es 2008 nach 1:3-Rückstand mit drei Siegen in Serie gegen Iserlohn.

Wie kann Wolfsburg am Wunder arbeiten? „Wir müssen wieder alles an Laufbereitschaft raushauen“, sagt Manager Charly Fliegauf, „dazu aus unseren beiden ersten Auftritten in Berlin gelernt haben. Wir dürfen ihnen nicht das Feld überlassen.“

Mit weiter kleinem Kader wird es wieder eine brutal schwere Aufgabe, doch Stürmer Brent Aubin versichert: „Wir kämpfen bis zum Ende, Grizzlys geben niemals auf!“ Verteidiger Jimmy Sharrow: „Mit der gleichen Energie, mehr Schüssen, mehr Toren – dann geht es.“ Christoph Höhenleitner, Sturmroutinier und Schütze des einzigen Wolfsburger Tores am Mittwoch: „Wir müssen wieder genauso spielen.“

Der Sieg muss her, sonst sind die Saison und eine zehnjährige Erfolgsgeschichte schon im Viertelfinale vorüber. Es naht so oder so das letzte Spiel unter Pavel Gross als Wolfsburger Chef-Coach. Seine erste Saison als Chef der Grizzlys endete im Finale – gegen die Eisbären. Endet seine Zeit hier nun auch gegen die Eisbären? Es ist kurioserweise erst das zweite Aufeinandertreffen in Play-Offs, obwohl die Grizzlys hier seit zehn Jahren Dauergast sind und die Berliner fast immer dabei waren.

Center-Not macht Fliegauf traurig

Am Freitag geht es erst mal darum, noch ein Heimspiel (am Sonntag) nach Wolfsburg zu holen. Am Mittwoch hatten die Grizzlys trotz Niederlage noch einmal gezeigt, wer sie sind, was ihre Identität ist: ein hart arbeitendes Team. Mit ihrer Mini-Besetzung hatten sie gekämpft, geackert, waren glücklos geblieben, hatten den top-besetzten Favoriten fast am Boden, waren wieder einmal optimal eingestellt, obwohl seit Wochen fast von Spiel zu Spiel umgebaut werden musste und immer mehr Mittelstürmer ausfielen. „Fünf Mittelstürmer unter Vertrag und am Ende keiner mehr auf dem Feld – dass ich das noch erleben durfte, hätte nicht sein müssen“, sagte Fliegauf seufzend.

Dixon ist dabei

Keine Center mehr – das war letztlich der Knackpunkt, als die Gastgeber drauf und dran waren,die Berliner zu packen. Doch aus sechs Minuten Überzahl sprang ohne einen einzigen echten Mittelstürmer nicht mehr genug heraus, gingen verständlicherweise zu viele Bullys verloren, was Zeit und Kraft kostete. Aus dem Lazarett kommt wohl keiner dazu, Stephen Dixon, zur Mitte der Partie am Mittwoch duschen geschickt, darf spielen. Die DEL überprüfte die Aktion am Donnerstag, es gab keine Sperre.

Von J. Braun, Y. Haustein und A. Heldt

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