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Grizzlys Wolfsburg Drei Spieler top: Das ist zu wenig
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Drei Spieler top: Das ist zu wenig
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00:23 30.10.2015
Der Lichtblick unter Wolfsburgs Zugängen: Daniel Widing erfüllt die Erwartungen völlig - doch das reicht nicht, um die Enttäuschungen zu kompensieren. Quelle: Imago
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Wie 2012/13 (da waren sie um diese Jahreszeit noch schlechter) läuft bei den Grizzlys wenig. Damals war Abwehr-Ass Christopher Fischer komplett ausgefallen, dann Rainer Köttstorfer, immer wieder waren Akteure verletzt. Vielleicht war es ein Grund. Vielleicht auch nicht. Ein Blick auf mögliche Krisenherde zeigt: Einfache Erklärungen gibt es nicht.

Kadergröße: Sind alle fit, müssen drei Akteure zuschauen. Und? Momentan machen viele auf dem Eis den Eindruck, als ob sie warten, was der andere macht. Alibi-Spiel nennt man das. 2012 ging das nicht. Im kleineren Kader konnte sich keiner verstecken. Und es lief trotzdem nicht.

Führungsspieler-Verlust: Norm Milley und Matt Dzieduszycki wurden nicht gehalten. Sie waren nicht mehr die Jüngsten, doch offenbar fehlt ihre Ausstrahlung. Und: Auf dem Eis standen beide für starke Puck-Behauptung und der Diesel für unangenehmes Spiel und Zug zum Tor. Daran fehlt es spürbar. Nur: 2012/13 hatte Wolfsburg Führungsspieler, es lief anfangs aber auch nicht.

Zugänge: Vielleicht das größte Problem dieser Saison. Nur Daniel Widing erfüllt die Erwartungen absolut. Dahinter geht es steil bergab. Fabio Pfohl ist als Youngster noch der Beste, eigentlich gestandene Spieler wie Andy Reiss oder Tim Wallace sind nicht mehr als Mitläufer.

System: Kommen die Wolfsburger mit Trainer Pavel Gross und seinem System nicht klar? Unwahrscheinlich: Die meisten Spieler kennen es aus dem Effeff, haben teils schon mehrfach in Wolfsburg verlängert. Dass er fordernd ist, das wussten auch die meisten Neuen vorher.

Formschwäche: Sebastian Furchner und Tyler Haskins sind top. Marco Rosa, Brent Aubin, Gerrit Fauser, Tyson Mulock, Tim Hambly oder Jeff Likens unter anderem waren schon besser. Die Neuen machen keinen Druck auf diese Etablierten - vielleicht führt das bei denen zum Nachlassen. Auch hier könnte es einige Mitläufer geben, denen die Leader fehlen. Wenn dann noch der eine oder andere eine im Saisonverlauf ganz normale Tief-Phase hat, führt das Gemenge in die Krise.

Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg ist in der Krise. Nicht zum ersten Mal. Und deshalb setzen die Verantwortlichen auf ihr bewährtes Rezept: ruhig bleiben. Aufsichtsrats-Chef Detlef Wittig: „Wir behalten die Nerven, Manager und Trainer stehen nicht zur Debatte.“

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