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Doppelte Heimspiel-Chance, keine Sperre gegen Münchens Pinizzotto

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg Doppelte Heimspiel-Chance, keine Sperre gegen Münchens Pinizzotto

Das Doppel-Heimspiel für die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg bietet eine gute Möglichkeit, nach dem holprigen Saisonstart richtig in die Spur zu finden.

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Keine weiteren Maßnahmen: Steve Pinizzotto kommt nach seiner unfairen Aktion gegen Grizzly Sebastian Furchner (2. v. l.) trotzdem nicht ungeschoren davon.

Quelle: CITYPRESS24

Wolfsburg. Das ist die Riesenchance, den Knoten platzen zu lassen: Die Grizzlys Wolfsburg haben am Wochenende gleich zweimal Heimrecht. Am Freitag (19.30 Uhr) kommt die Düsseldorfer EG, am Sonntag (19 Uhr) kommen die Iserlohn Roosters. Vor dem Heimspiel-Wochenende sorgte jedoch auch eine Entscheidung der DEL-Disziplinar-Kommission für Aufsehen: Steve Pinizzotto vom EHC München geht für seine unfaire Aktion am Sonntag gegen Grizzly Sebastian Furchner straffrei aus – nicht unerwartet, aber einfach so geht es in dem Fall nicht zurück zur Tagesordnung.

Nach WAZ-Informationen soll es ein Gespräch der Liga mit dem Angreifer geben, bei dem ihm klargemacht werden soll, dass Aktionen wie die jüngste nicht länger toleriert werden. Pinizzotto fällte Furchner mit mehreren Crosschecks, schlug ihm schließlich noch mit der Faust auf den Hinterkopf, während das Wolfsburger Siegtor in der Overtime fiel. Dass die Schiedsrichter Pinizzotto dafür mehrere Strafen aufbrummten, könnte die Entscheidung begründen, nicht noch zusätzlich tätig zu werden. Ein unbeschriebenes Blatt ist der Deutsch-Kanadier allerdings nicht, allein in der laufenden Saison sammelte der 33-Jährige in drei Partien 24 Strafminuten, 2016 verpasste er in der Finalserie Wolfsburgs Fabio Pfohl eine Gehirnerschütterung, erhielt damals ebenfalls keine Strafe.

Sportlich soll es nach dem ersten Punktgewinn nun auch mal wieder drei Zähler geben, gegen München wurden es dank Verlängerung nur zwei. Machbar, aber es ist auch ein gefährliches Wochenende. Coach Pavel Gross weiß: „Wir müssen noch fünf bis zehn Prozent draufpacken.“ Denn auch wenn es mit einer Energieleistung am Ende zu einem Heimsieg gegen Meister München gelangt hatte, blieb Gross doch kritisch, er fand zu Recht: „Das war besser als zuvor, aber noch nicht genug. Wir brauchen wieder die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.“

Gut wäre: Der eine oder ander Spieler findet auch zu seinen Möglichkeiten. Mit Christoph Höhenleitner und Gerrit Fauser suchen zwei Leistungsträger noch die Optimalform, Philip Riefers hängt durch, Furchner fehlt noch die Treffsicherheit der Vorsaison. Tyson Mulock kann weitaus mehr, leistete sich zudem in Berlin und gegen München Fehler, die ihm als Routinier nicht passieren sollten. Im Grunde funktionierten zwei Sturmreihen, wobei nur die um Mark Voakes trifft.

Die Gesamtleistung gegen München war in Ordnung, den Sieg hatte sich die Mannschaft verdient. „Und er war gut für den Kopf“, so der Coach. Defensiv-Mann Armin Wurm stimmt zu: „Das hat Selbstvertrauen gegeben, darauf können wir aufbauen. Aber die Arbeit ist noch nicht vorbei.“

Wolfsburg könnte am Wochenende Anschluss ans Tabellenmittelfeld finden. Iserlohn und Düsseldorf, das zuletzt allerdings Mannheim im Penaltyschießen bezwang, sind auch nicht gut gestartet. Das ist eine große Chance, doch wenn sich die Mannschaft darauf verlässt, dass die kommenden Gegner leichter werden als die bisherigen, die allesamt Titelkandidaten sind, dann liegt darin auch genau das Risiko. Läuft es am Wochenende nämlich schlecht, sitzen die Grizzlys erst einmal im Keller fest.

Das gilt es zu verhindern, doch Gross weiß auch, dass beide Partien keine leichten Aufgaben werden: „Düsseldorf ist eine Top-Mannschaft, genau wie Iserlohn. Wir brauchen von jedem 100 Prozent.“

Von Jürgen Braun und Yannik Haustein

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