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Grizzlys Wolfsburg Der vielleicht verrückteste Torwart der Welt
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Der vielleicht verrückteste Torwart der Welt
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16:43 11.01.2018
Besteht auf seinen Ritualen: Kanadas Junioren-Torwart Carter Hart hat so seine Eigenheiten. Quelle: AP
Wolfsburg/Buffalo

Was der 19-Jährige treibt, erstaunt auch Wolfsburgs Goalie Jerry Kuhn. Hart verlässt nach jedem Drittel als Letzter das Eis. Bei der WM, die am Wochenende in Buffalo zu Ende ging, versuchte der schweizerische Torwart, ihn auszusitzen oder besser: auszustehen.

Matteo Ritz blieb nach der Pausensirene auch auf dem Eis, also blieb auch Hart draußen. Die Zamboni zur Eisbereitung drehte schon ihre Runde, beide standen weiter an der Bande. Dann zog Hart ab. Ein Trick: Im Spielertunnel, nicht einsehbar für Ritz, wartete er ab, ließ sich ein Zeichen geben...

Als der Schweizer verschwunden war, betrat Hart tatsächlich noch einmal kurz das Eis, verschwand dann endgültig. Der 19-Jährige ist knochenhart, was seine Rituale angeht. „Die hat jeder Profi“, weiß Grizzlys-Manager Charly Fliegauf.

Auch Wolfsburgs Kuhn hält sich an gewisse Routinen, doch so wie Hart möchte er es nicht treiben. Kuhn glaubt: „Es wird kritisch, wenn man sich zu viel damit beschäftigt. Das wäre mir zu viel Stress.“ Hart gewann übrigens mit Kanada gegen die Schweiz 8:2, spielte auch im Halbfinale gegen Tschechien (7:1) und führte sein Team am Samstag dann zum Titel gegen Schweden (3:1).

Zu seinen Angewohnheiten steht der 19-Jährige, wie star.com berichtete. So nehme Hart seit vier Jahren das gleiche Frühstück ein: drei Eier, zwei Scheiben Toast, eine Schokoladenmilch. Ob er das nicht langsam satt habe? „Doch, aber es ist meine Routine!“, sagt Hart, der bald in der NHL zum Einsatz kommen könnte, die Philadelphia Flyers haben die Rechte an dem Spieler, der seit langem als das größte kanadische Torwart-Talent gilt.

Sein Trainer („Hauptsache, er ist bereit und hält die Pucks“) und seine Teamkameraden sehen seine Marotten gelassen. Die Mitspieler hatten sich, so berichtete einer, kaputt gelacht, als Hart endlich nach dem Lauer-Duell mit Ritz in der Kabine auftauchte. Der Kanadier gab hinterher zu: „Nach zehn Minuten hätte ich aber die Notbremse gezogen.“

Von Jürgen Braun

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