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„Der Himmel ist für uns die Grenze“

EHC Wolfsburg „Der Himmel ist für uns die Grenze“

Bei den Hannover Scorpions hatte er Spaß, mit Wolfsburgs DEL-Nachbar holte er den Titel. In der Landeshauptstadt wurde abgespeckt, das Angebot des EHC hätten Konkurrenten dann wohl nur mit richtig Aufgeld schlagen können. Denn, so erklärt der Eishockey-Stürmer: „Ich habe es gehasst, gegen Wolfsburg zu spielen.“

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Weiß, wie es aus dem Meisterpokal schmeckt und will noch mehr: Matt „Diesel“ Dzieduszycki bringt Erfahrung, Hunger und Torinstinkt mit zum EHC.

Also schloss er sich dem Team von Pavel Gross an. „Weil es gut ist. Laufstark, System, gutes Eishockey, deswegen war der EHC ja so unangenehm.“ Sein Ziel? „Da ist „Diesel“ offensiv. „Wir können ganz nach oben kommen.“ Mit Hannover hat er schon einen DEL-Titel, der Hunger bleibt. Der Kanadier: „Hat man noch keinen Titel, will man einen, hat man einen, will man mehr.“

Vom Team ist er überzeugt. „Wenn wir alles abrufen, keine Ausfälle haben, dann ist der Himmel die Grenze, dann kann es weit gehen, dann werden wir Spaß haben.“ Er fügt hinzu: „Die Jungs, die da waren, sind gut, manche von denen hatte vor einiger Zeit keiner in Deutschland auf dem Zettel. Gut möglich, dass das jetzt wieder bei einigen, scheinbar unbekannten Spielern so ist, die Charly Fliegauf geholt hat.“

Er selbst ist ein Knipser. In Duisburg tauchte er erstmals in Deutschland auf, war und blieb ein Top-Skorer. Mit inzwischen 188 Punkten (86 Tore) in 268 DEL-Spielen. Das Selbstbewusstsein tankte er 2004/05 in Las Vegas. Im drittklassigen nordamerikanischen Eishockey. „Vorher hatte ich eine falsche Entscheidung getroffen.“ Er hatte das AHL-Team von Syracuse verlassen, in San Antonio lief nichts. Der NHL-Traum war vorbei. Es ging runter.

Bis Vegas. „Dort kam mein Spaß am Spiel und mein Selbstbewusstsein zurück.“ Nach 87 Punkten in 80 Spielen dort holte ihn Duisburg, sein Selbstvertrauen blieb. Nun soll er für Wolfsburg skoren, im Powerplay dürfte er gesetzt sein. Aber er zählt auch zu den Erfahrenen, soll ein Anführer sein. Der Diesel ist bereit.

Warum Diesel Diesel heißt

Die Wolfsburger Fans kannten seinen Kampfnamen, versuchten bei der Saison-Eröffnung des EHC gar nicht, den Stürmer mit seinem wahren Namen zu begrüßen, ließen auf Matt natürlich den Chor „Diesel“ folgen.

Diesen Namen, so erklärt der Kanadier, „habe ich seit meinem zweiten Profi-Jahr. Die Mitspieler fragten mich, ob sie mich Dewey oder Diesel nennen sollten. Ich habe mich für Diesel entschieden, nachdem ich zuvor meist Matt oder Dewey gerufen worden war.“ Bei Diesel blieb‘s.

Den wahren Namen mag er aber auch – „ich bin stolz auf mein polnisches Erbe“. Dass die deutschen Fans Probleme mit seinem echten Namen haben, Dzieduszycki schmunzelt drüber, denn „in Nordamerika haben sich die Leute damit noch schwerer getan“.

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