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Grizzlys Wolfsburg Das 3:0-Trauma: Der EHC ist raus!
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Das 3:0-Trauma: Der EHC ist raus!
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23:00 03.04.2015
Und Aus! Ex-EHCer Kai Hospelt hat das 4:3 der Adler markiert. Zum dritten Mal hat der EHC im Halbfinale eine 3:0-Führung vergeigt. Norm Milley (Nr. 14) und Co. sind geknickt. Quelle: Photowerk (bb/cp24)
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Die Adler stehen nach dem neuerlichen Comeback beim 5:3 (0:0, 0:3, 5:0) vor 3950 Zuschauern im Finale. „Eigentlich könnten genauso gut wir 3:1 in der Serie führen, und die Adler müssten noch zittern“, sagte EHC-Angreifer Sebastian Furchner nach dem Drama. Und: Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen.“

Nach Lachen war nur den Mannheimer Fans zu Mute, die ihre Millionen-Truppe feierten, während das Häuflein aufrechter Wolfsburger rätselte, wie man so einen Vorsprung dreimal verspielen kann. Mit Riesen-Laufarbeit und Cleverness hatte der EHC die Gäste erneut erst einmal auf Distanz gehalten. Die drei Urgesteine Norm Milley, Matt Dzieduszycki (beide in ihrem letzten Spiel für Wolfsburg) sowie Furchner hatten ein etwas zu deutliches 3:0 herausgeschossen.

Dann waren 44 Minuten vorbei. So lange hatten die Wolfsburger Drei-Tore-Führungen in den ersten beiden Halbfinal-Partien nicht gehalten. Aber dann schien Wolfsburgs Rumpfkader wieder die Puste auszugehen. Es setzte zu viele Strafen. Die zweite, die zur 3:5-Unterzahl vor dem 1:3 führte, war unberechtigt. Mannheim kam. Wie immer. Die letzte Minute lief, da passierte hinten ein Stellungsfehler. Kai Hospelt, einst Kapitän des EHC, versetzte Eishockey-Wolfsburg in Schockstarre.

Der Ausgang der Serie für den Favoriten gegen den Außenseiter - normal. Der Verlauf der einzelnen Partien - einmalig. In der EHC-Kabine danach: Totenstille.

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„Wir sind gefährlich“, hatte Norm Milley vor Spiel vier dem Favoriten einen großen Kampf versprochen. Und der kam. Auch von ihm. Milley hatte ein Tor geschossen, eines vorbereitet. Es reichte nicht. Er geht zur Düsseldorfer EG, soll aber noch einen schönen Abschied bekommen. Sebastian Furchner, ebenfalls seit sieben Jahren beim EHC, fühlte mit Milley: „Traurig, dass es so zu Ende geht.“

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Heute Abend könnte für Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg im Heimspiel (19.30 Uhr) gegen die Adler Mannheim die Saison zu Ende gehen. Die Adler brauchen nur noch einen Sieg. Wird es wieder so heiß wie in den Spielen zuvor? Am Ende von Spiel drei flogen erst Fäuste auf dem Eis, dann giftete Wolfsburgs Coach Pavel Gross gegen Adler-Manager Teal Fowler, beleidigte ihn später als „fucking Oberligist“.

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Da platzte einem der jüngsten Wolfsburger der Kragen: Als die Niederlage in Mannheim besiegelt war, forderte Sergei Stas Mannheims Brandon Yip zum Faustkampf. „Das war ein guter Kampf“, sagte Stas, eigentlich kein Raufbold im EHC-Dress. „Aber das musste sein. Und ich wollte ein Zeichen setzen, wachrütteln, zeigen, dass wir uns wehren werden, zurückkommen wollen.“

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