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Grizzlys Wolfsburg Cole Cassels: Die Grizzlys holen den Sohn einer NHL-Legende
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Cole Cassels: Die Grizzlys holen den Sohn einer NHL-Legende
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11:35 01.08.2018
Neuer Grizzlys-Center: Cole Cassels kommt aus der AHL, gehört in der Organisation der Vancouver Canucks zu AHL-Team Utica Comets. Quelle: Grizzlys
Wolfsburg

Die Grizzlys Wolfsburg sind komplett. Mit der Verpflichtung von Cole Cassels (23) wurde die letzte Import-Stell besetzt. Der rechtsschießende Mittelstürmer ist der Sohn der NHL-Legende Andrew Cassels, spielte zuletzt für die Organisation der Vancouver Canucks, kam aber im Zeitraum von drei Jahren nur in Vancouvers AHL-Farmteam Utica Comets zum Einsatz. Bei den Grizzlys bekommt er einen Jahres-Vertrag (üblicherweise mit Option auf ein weiteres Jahr) sowie Trikotnummer 27.

„Er war überraschend auf den Markt gekommen“, so Grizzlys-Manager Charly Fliegauf. Offenbar mochte Cassels nicht länger auf seine Chance in der NHL vertrauen. Nur selten verlassen Spieler schon nach dem Auslaufen ihres Entry-Vertrages (geht über drei Jahre) mit einem NHL-Team Nordamerika. Meist hoffen sie noch auf eine Chance, auf einen neuen NHL-Kontrakt, müssen sich, wenn es damit klappt, aber oft weiter in Farmteams verdingen.

Cassels ist ein interessanter Typ, gilt als sehr stark am Bully-Punkt und als sehr verantwortungsvoller Center. Fliegauf, der Cassels mehrfach beobachtet hatte, teilt diese Einschätzung. Und: „Tyler Haskins sagte, er habe sich bei der Beobachtung von Cassels stark an sich selbst erinnert gefühlt.“ Haskins, wie Cassels ein Rechtsschütze, hatte seine Karriere beendet, hilft den Grizzlys jetzt im Scouting. Er sammelte Informationen über den Neuen, sprach mit ihm, konnte ihm aus erster Hand berichten, was auf ihn bei den Grizzlys zukommt. Und er konnte wiederum den Grizzlys eine Einschätzung geben, ob er passen könnte. Das Urteil fiel offenbar gut aus.

Genau wie Haskins oder auch Brent Aubin hatte Cassels in der Ontario Hockey League auf höchster kanadischer Junioren-Ebene gespielt. 2015 gewann er sogar die höchste Junioren-Trophäe, den Memorial Cup – im Endspiel gegen das Team von NHL-Star Leon Draisaitl. Zuvor hatte es den OHL-Titel gegeben – gegen die Erie Otters, das Team des heutigen Superstars Connor McDavid, der mit Draisaitl bei den Edmonton Oilers spielt. Die Karriere von Cassels verlief dann aber unglücklich. Er hatte sich im Memorial-Cup-Finale eine Unterleibsverletzung eingehandelt, kam ohne Sommertraining in die AHL zu den Erwachsenen. Die Saison lief nicht besonders. Die folgende auch nicht. Und auch in der dritten, vor der er im Trainingscamp der Canucks gewesen war, schien es holprig. Doch im Winter zündete Cassels, buchte danach die meisten seiner 26 Punkte in 69 Partien.

Vancouver setzte trotzdem nicht mehr länger auf ihn. Der Stürmer, der einen kanadischen und einen US-Pass besitzt, gilt als mannschaftsdienlich, gilt aber auch als physisch nicht am Limit und nicht als sehr schneller Skater. Allerdings: das sind Einschätzungen unter NHL-Gesichtspunkten.

Sein Vater übrigens skorte in über 1000 NHL-Partien 743 Punkte, die meisten davon für die Hartford Whalers, die 1997 zu den Carolina Hurricanes wurden. Andrew Cassels spielte für die nicht, außerdem aber noch für die Calgary Flames, die Vancouver Canucks, die Columbus Blue Jackets und die Washington Capitals. Er hat sich schon zu einem Besuch in Wolfsburg angekündigt, um den Sohn zu beobachten.

Von Jürgen Braun

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