Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Grizzlys Wolfsburg Aubin erlöst Grizzlys-Rumpfteam: 3:2-Sieg gegen Augsburg
Sportbuzzer Grizzlys Wolfsburg Aubin erlöst Grizzlys-Rumpfteam: 3:2-Sieg gegen Augsburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:45 02.03.2018
Gaaaanz wichtige Punkte: Brent Aubin traf zum 3:2 nach Verlängerung für die Grizzlys gegen Augsburg. Die direkte Play-Off-Quali ist trotz Riesenpersonalnot nach bravouröser Leistung weiter machbar. Quelle: Britta Schulze
Anzeige
Wolfsburg

Den Sieg hätte man beim Blick auf das mega-ausgedünnte Aufgebot nicht erwarten dürfen. 3350 Fans sahen ein dramatisches Spiel und einen bravourösen Kampf der Gastgeber, für die Tyson Mulock, Sebastian Furchner und Brent Aubin trafen. Die direkte Play-Off-Quali (bis Platz sechs) hat Wolfsburg weiter in der Hand.

Was für ein Personal-Drama – Manager Charly Fliegauf vor der Partie: „Ein Fiasko.“ Zwar war Fabio Pfohl wieder zurück. Das war gut. Doch mit Mark Voakes war ein anderer Mittelstürmer draußen. Er hat sich gegen Straubing verletzt.

„So schlimm hat es uns noch nie erwischt“, stellte Fliegauf fest. Nicht einmal 2012, als der Dritte mit 0:4 Siegen im Viertelfinale gegen Straubing ausschied. Denn: Es ist eine Ausfallliste von Qualität. Ohne alle aufzuzählen: mit Foucault, Voakes, Tyler Haskins (bei beiden Verletzung und Ausfalldauer unbenannt) und Gerrit Fauser fehlen vier der fünf Top-Stürmer samt ihren 54 Toren und die beiden besten Powerplay-Spieler. Nimmt man noch Alexander Weiß (Handverletzung; noch zwei Wochen Pause) hinzu, fehlten 65 Tore von fünf Spielern. „Einfach krass“, seufzte der Manager über die Personalmisere. Es müsse „ein A+-Spiel kommen, von jedem“, so seine Hoffnung.

Kurz gesagt: Es war eine sehr, sehr gute Vorstellung. Die Grizzlys leisteten sich nur einige unnötige Strafen zuviel, zwei davon in der Schlussphase durch Alexander Karachun und Armin Wurm.

Wolfsburg spielte besser strukturiert als am Mittwoch, ging in seiner einzigen Drangphase des ersten Drittels in Führung, hatte aber auch ein klein wenig Glück, zudem parierte Keeper Felix Brückmann einige Male stark. Augsburgs Ausgleich fiel ein wenig billig per Konter, war aber verdient. Furchner aber legte für die Grizzlys nach, die im zweiten Drittel dann weitaus weniger zuließen, durch Tyson Mulock, der mit der Rückhand haarscharf verzog, sogar das 3:1 auf dem Schläger hatten.

Stark: Wie die Grizzlys ohne fünf Powerplay-Spezialisten dennoch gute Überzahlspiele aufzogen. Noch stärker: Wie sie die Unterzahlsituationen abarbeiteten. Schade: Dass Pfohl und Aubin im Powerplay in der 45. Minute bei ihren guten Chancen nicht für die Vorentscheidung sorgten.

Bitter: Jimmy Sharrow konnte Thomas Holzmann (49.) nur auf Kosten eines Penaltys stören, der Penalty saß – 2:2. Durch die unnötigen Strafen wurde es dann richtig dramatisch, Wolfsburg rettete sich aber in die Overtime.

Siegtorschütze Aubin: „Kleines Aufgebot, starke Teamleistung, starke Paraden von Felix, Riesenjob in Unterzahl. Drei Punkte wären besser gewesen, aber zwei sind gut. Wir werden am Sonntag bereit sein.“ Keeper Brückmann war froh: „Auf diese Leistung kann man aufbauen. Und mir persönlich tat der Sieg auch gut.“

Der Keeper hatte keine glückliche Saison, war diesmal ein Faktor und lobte: „Das Unterzahlspiel ohne Gegentor war ein Schlüssel, darauf können wir aufbauen. Und das Spiel hatte schon Play-Off-Charakter.“ So hatte es auch Coach Pavel Gross gesehen: „Beide wollten gewinnen.“ Augsburg ist raus aus dem Play-Off-Rennen, die Grizzlys noch drin – „Gross: Das war eine ganz andere Leistung als am Mittwoch. Wenn man hart arbeitet, kommt auch das Glück.“

Von Jürgen Braun

Nun wird es richtig ernst: Nach der 1:4-Pleite gegen die Straubing Tigers erwartet die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg am Freitagabend (19.30 Uhr) gegen die Augsburger Panther ein echtes Endspiel im Hinblick auf die Play-Off-Plätze. Verliert Wolfsburg erneut, wären Platz sechs und die direkte Viertelfinal-Qualifikation weg – und unter Umständen gar nicht mehr wiederzubekommen.

02.03.2018

Jetzt wird es eng im Kampf um die direkte Qualifikation für das Play-Off-Viertelfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Gegen Kellerkind Straubing Tigers unterlagen die Grizzlys Wolfsburg mit 1:4.

28.02.2018

Es wird das sechste Heimspiel an den jüngsten sieben Spieltagen für den VfL Wolfsburg – und die Handballerinnen haben dabei den vierten Sieg im Visier.

28.02.2018
Anzeige