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2:5-Packung: Grizzlys gegen Wild Wings zu zahm

Eishockey – DEL: Grizzlys Wolfsburg 2:5-Packung: Grizzlys gegen Wild Wings zu zahm

Wolfsburg. Bahnt sich da eine Krise an? Die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg kassierten mit 2:5 (1:2, 1:1, 0:2) gegen die Schwenninger Wild Wings die dritte Pleite in Folge - und kassierten erneut viele Strafminuten.

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Am Ende jubelten die Gäste: Die Grizzlys hatten Schwenningen (weiße Trikots) nicht viel entgegenzusetzen, verloren zum dritten Mal in Folge.

Quelle: Sebastian Bisch

Die Grizzlys machten zu Beginn viel Druck, und es waren keine zwei Minuten gespielt, als Brent Aubin eine doppelte Überzahl zum Führungstreffer ausnutzte. In der Folge kam von Wolfsburg aber immer weniger, stattdessen glich Schwenningen durch Andreé Hult aus, der einen Schuss von Tim Bender ins Tor abfälschte. Nach einem Überzahl-Treffer durch Bender selbst gingen die Wild Wings mit der Führung in die erste Drittelpause.

Direkt nach Wiederbeginn taten die Grizzlys dann aber, was sie tunlichst vermeiden wollten - sie sammelten Strafminuten: Björn Krupp traf Schwenningens Simon Danner versehentlich mit dem Schläger im Gesicht, und da Danner verletzt vom Eis musste, war die Partie für Krupp durch fünf Strafminuten plus Spieldauer beendet. Die folgende Unterzahl überstand Wolfsburg schadlos, Jake Hansen überwand Grizzlys-Goalies Sebastian Vogl wenig später dennoch zum 3:1 aus Sicht der Gäste. Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten, Wolfsburgs Kapitän Tyler Haskins fälschte einen Schuss von Gerrit Fauser ab, erzielte so das 2:3. Die Grizzlys machten anschließend immer mehr Druck, scheiterten aber immer wieder am glänzend haltenden Schwenninger Schlussmann Marco Wölfl. Stürmer Gerrit Fauser forderte nach dem zweiten Durchgang: „Wir müssen hinten solider stehen, viel Druck machen. Wir spielen zu kompliziert, vor allem in der eigenen Zone.“

Der Schlussabschnitt war aber fast eine Kopie der vorherigen Drittel: Druckvoller Start, dann verflachte das Spiel zusehends. Die Pässe der Grizzlys fanden ihr Ziel selten, zwingende Chancen gab es nicht. Letztlich brachte auch der Extra-Angreifer im Austausch für Vogl nichts, zwei Schwenninger Treffer ins leere Tor machten alles klar.

„Es ist immer das Gleiche bei unseren Gegentoren“, sagte Wolfsburgs Christoph Höhenleitner enttäuscht. „Die Gegner schießen von der blauen Linie, der Puck wird abgefälscht oder geht einfach ins Tor. Das darf nicht passieren.“ Teamkollege Haskins fügte an: „Wir haben zu viel versucht, hätten einiges einfacher lösen müssen.“ Und auch Grizzlys-Coach Pavel Gross sah es ähnlich: „Bis zum ersten Gegentor sind wir marschiert. Wir hätten dreckige Tore gebraucht, haben aber nur beim 2:3 eins gemacht.“

Die aktuelle Situation will Gross im Kollektiv lösen: „Wir dürfen keine Ausreden suchen, sondern müssen uns alle verbessern - Verteidiger, Stürmer, Goalies und Coaches.“ Damit wollen die Wolfsburger schon morgen bei der Düsseldorfer EG beginnen. Der Coach fordert: „Wir dürfen die Situation nicht akzeptieren und müssen unsere Probleme lösen - und dabei auch über die Schmerzgrenze gehen.“ Also auch dahin, wo es weh tut...

von Yannik Haustein und Jakob Schröder

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