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Wolfsburg im Fußballfieber

Frauenfußball-WM Wolfsburg im Fußballfieber

Keinen Sommertraum wie bei der Fußball-WM 2006, aber dennoch viel Aufmerksamkeit erhofft sich Wolfsburg als nördlichster Austragungsort der Frauen-Weltmeisterschaft. Bei gutem Wetter werden bis zu 100 000 Besucher während der drei WM-Wochen auf der Fanmeile erwartet.

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Fußballweltmeisterschaft 2011: Mitten in der Stadt wird eine Fanmeile aufgebaut, Händler schmücken ihre Schaufenster mit Fußbällen und große Fahnen machen auf das Sportereignis aufmerksam.

Quelle: dpa

Ob im Optikergeschäft, im Schuhladen oder Reisebüro - in fast allen Wolfsburger Schaufenstern sind Fußbälle zu finden. Zur Fußballweltmeisterschaft der Frauen will die niedersächsische Stadt gut vorbereitet sein und sich im besten Licht präsentieren - schließlich ist Wolfsburg der nördlichste Austragungsort der WM. "Wir sind ganz stolz, dass die Frauen auch hier spielen", sagt Anne Raile, Verkäuferin in einem Süsswarengeschäft. Vom Schokoladenfußball bis zum Zielwasser gibt es dort allerlei auf die WM abzielende Produkte zu kaufen.

Selbst im Weltladen nebenan, in dem Waren aus Entwicklungsländern angeboten werden, sind Bälle ausgestellt: "Fair hergestellte und gehandelte Bälle", betont Anneliese Raschkowski. Auch im Rathaus dreht sich alles um Fußball. Dennis Weilmann, Leiter des WM-Büros der Stadt, verfügt über einen Etat "im höheren sechsstelligen Bereich". Weniger als zehn Prozent davon seien Sponsorenmittel, der Rest kommt aus der Stadtkasse. "Als Stadt verdienen wir an solch an einem Turnier nichts, aber das investierte Geld ist gut angelegt", ist er sich sicher. Die Spiele würden in mehr 200 Länder übertragen, für Wolfsburg sei das eine gute Werbung.

Vier WM-Spiele werden in der Volkswagen-Arena gezeigt, Mexiko gegen England (27.6.), Brasilien gegen Norwegen (3.7.) und Schweden gegen USA (6.7.) sowie ein Spiel im Viertelfinale. "Dann wird Deutschland aller Voraussicht nach in Wolfsburg spielen", meint Weilmann. Das Viertelfinal-Spiel sei jedenfalls längst ausverkauft, für die anderen Begegnung seien noch Karten zu haben. Wenn am Sonntag das erste Spiel in Berlin angepfiffen wird, soll in Wolfsburg die Fanmeile eröffnen.

In der Fußgängerzone wird seit Montag ein zweistöckiges WM-Cafe aufgebaut, in dem jedes Spiel live übertragen wird. Ferner sollen Filme, Konzerte, Talkrunden und Ausstellungen für das richtige Fußball-Feeling sorgen. "Jedes Spiel von Deutschland wird zudem auf eine Großleinwand übertragen, auf der 4000 bis 5000 Zuschauer die Spiele verfolgen können", sagt Weilmann. Wie viele Zuschauer kommen werden, ist auch für ihn schwer zu schätzen. Sollten alle vier Spiele ausverkauft werden, kämen allein 100 000 Menschen ins Stadion. Wohlwissend, dass die Frauen-WM keine Wiederholung des Sommertraums der Männer-WM 2006 wird, würde Weilmann dennoch gern viele Besucher begrüßen: "Viele, die es heute noch gar nicht wissen, werden in zwei Wochen Fans vom Frauenfußball sein", hofft er.

Vorausetzungen seien allerdings gutes Wetter und gute Leistungen der deutschen Frauen. In der Stadt sind viele Menschen vom Fußball-Fieber gepackt: Rund 1000 Bewerbungen für die 300 zu vergebenden unbezahlten Jobs als ehrenamtliche Helfer liefen bei der Stadt ein. "Viele junge Leute, aber auch 70-Jährige sind dabei", erzählt Weilmann. Sie sollen die internationalen Gäste betreuen, sich um kleine Sorgen der Fanmeilen-Besucher kümmern und Fragen zur WM beantworten. Auf Weilmanns Schreibtisch landen auch außergewöhnliche Anfragen: Eine Mädchen-Mannschaft aus Sylt möchte in einer Turnhalle übernachten. Für mehr als 1000 anvisierte schwedische Fans soll ein gemeinsamer Marsch ins Stadion organisiert werden. "Soweit wir können, helfen wir", verspricht der WM-Büroleiter.

dpa

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