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„Wolfsburg darf sich auf WM freuen“

Frauen-Fußball-WM „Wolfsburg darf sich auf WM freuen“

Aus Japan nach Wolfsburg: Steffi Jones kam gerade von der letzten Station ihrer Reise durch die Teilnehmer-Länder der Frauenfußball-WM. Die Chefin des Organisationskomitees brachte den Pokal, besuchte eine Schule, eröffnete die Spielfreude-Tour – und nahm sich in der VW-Arena einige Minuten für ein Interview mit den WAZ-Sportredakteuren Robert Schreier und Jürgen Braun Zeit.

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Lässig, kompetent und wie immer bestens gelaunt: So besuchte OK-Chefin Steffi Jones gestern die VW-Arena in Wolfsburg.

WAZ : Spüren Sie in Wolfsburg schon WM-Euphorie?
Jones : Ich habe nicht so viel von der Stadt sehen können, weil ich viele Termine habe. In den Austragungsorten spürt man eine Vorfreude, deutschlandweit ist noch nicht die ganz große Euphorie da. Die wird mit dem ersten Anstoß kommen. Wir haben bei Heim-Turnieren im Fußball, Eishockey oder Handball gezeigt, dass wir uns euphorisieren lassen. Ich bin sicher: Wir erleben ein Fußball-Fest – auch in Wolfsburg. Übrigens: Ich kenne mich in der Stadt schon recht gut aus...

WAZ : Wie kommt das?
Jones : Wir haben jeden Austragungsort für die Gastmannschaften vorgestellt; also auch die jeweiligen Sehenswürdigkeiten.

WAZ : Welche Sehenswürdigkeiten hat Wolfsburg?
Jones : Wir haben hier vor allem auf das Stadion aufmerksam gemacht. Das ist nämlich traumhaft. Aber natürlich wird auch erwähnt, dass VW hier tolle Autos baut und dass es ein Schloss gibt.

WAZ : Und wie laufen die Vorbereitungen hier?
Jones : Also erstmal ist es kein Kontrollbesuch. Meine Aufgabe ist es, Vorfreude zu wecken. Aber es ist sichtbar, dass die WM hier jede Unterstützung bekommt.

WAZ : Ein Spiel ausverkauft, eines fast, ein weiteres sehr gut besucht und eins ist bislang halb voll – wie beurteilen Sie den Ticketverkauf für die Spiele in Wolfsburg?
Jones: Es läuft sehr gut – wie in fast allen Orten. Ich bin sicher, dass hier eine tolle Atmosphäre herrschen wird. Ich würde einiges dafür geben, selbst aufzulaufen. Wolfsburg darf sich auf die WM freuen – auch, weil es wirklich tolle Spiele abbekommen hat.

WAZ : Werden Sie auch Spiele in Wolfsburg sehen?
Jones : Ich fliege sogar zwei-, dreimal mit dem Hubschrauber, um möglichst viele Partien zu sehen. Es sind insgesamt 22, mindestens eine in jedem Stadion und bei jedem Teilnehmer. In Wolfsburg sehe ich das Viertelfinale, Mexiko gegen England und Brasilien gegen Norwegen.

WAZ : Wer wird Weltmeister und wer wird der Star der WM?
Jones : Ich muss die Favoriten nennen: Deutschland, USA, Brasilien und Japan, das aber von der Tragödie beeinflusst sein wird. Ich wünsche mir, dass es eine Überraschungsmannschaft gibt, die einen Favoriten – nicht uns – rauswirft. Wir werden viele gestandene Spielerinnen sehen; Marta, Kelly Smith oder Birgit Prinz. Aber es werden sich viele Talente in den Vordergrund spielen. Ich denke, bei uns wird Alex Popp begeistern. Sie versprüht diese Geilheit auf Tore. Sie ist dabei, ein Star zu werden.

WAZ : Wie sehen Sie die beiden Wolfsburgerinnen im DFB-Team?
Jones : Martina Müller gehört zu den Erfahrenen. Als ich noch mit ihr gespielt habe, hieß sie für mich Speedy Gonzales. Sie bringt Frische rein und ist für die Truppe ein wertvoller Mensch. Verena Faißt ist eine Nachwuchs-Spielerin, die Erfahrung sammeln darf. Sie wird gewiss ihren Weg gehen.

WAZ : Der Druck auf die deutsche Elf scheint sehr groß zu sein. Hemmt das?
Jones : Die Spielerinnen spüren das Medieninteresse. Aber die Erwartungshaltung ist kein Druck, sondern ein Wunsch. Auch ich möchte, dass wir Weltmeister werden. Schon heute kann ich aber sagen, dass die WM organisatorisch ein Erfolg war.

WAZ : Wann hören Lästereien wie die von TV-Moderator Stefan Raab auf?
Jones : Darüber ärgere ich mich nicht. Der macht sich über viele lustig. Stefan Raab ist nicht der Maßstab.

WAZ: Sind auf dem Weg zur Akzeptanz Fotos im Playboy förderlich?
Jones: Grundsätzlich muss es jeder Frau freigestellt sein, ob sie sich ablichten lässt oder nicht. Es darf kein Tabu-Thema sein und nicht zum Nachteil der Spielerinnen ausgelegt werden. Das Motto der WM ist „20Elf von seiner schönsten Seite“, wir wollen auf und neben dem Platz attraktiv sein.

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