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Wiesn-Sieg gegen München: Oans, zwoa, g‘wonna!

Frauenfußball: VfL Wolfsburg Wiesn-Sieg gegen München: Oans, zwoa, g‘wonna!

München. Drei Punkte im Top-Spiel bei den Bayern sind ja schon Belohnung genug - aber als Trainer Ralf Kellermann nach dem Abpfiff seinen Spielerinnen verriet, dass sie jetzt aufs Oktoberfest dürfen, brach noch einmal großer Jubel aus. Oans, zwoa, g‘wonna! Oder auf Hochdeutsch: Ein Tor (durch Lara Dickenmann), ein zweites (durch Alex Popp) - und dann hatten Wolfsburgs Bundesliga-Spielerinnen das Ding gewonnen!

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So sehen Siegerinnen aus: Der VfL (v. l. Sarah Gunnarsdottir, Lara Dickenmann, Caroline Hansen, Lena Goeßling, Zsanett Jakabfi und Alexandra Popp) bejubelte am Sonntag ein 2:1 im Spitzenspiel beim FC Bayern.

Quelle: imago sportfotodienst

Beim 2:1-(1:0)-Erfolg in München hatte Vivianne Miedema für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gastgeberinnen gesorgt.

Bevor es fröhlich auf die Wiesn ging, war‘s aber eine bierernste Angelegenheit für die Wolfsburgerinnen. Gegen immer tiefer agierende Münchenerinnen baute der VfL mit großem Aufwand Druck auf. Den Lohn dafür gab‘s nach einer halben Stunde, als sich Popp stark im Luftkampf durchsetzte, den Ball per Kopf ablegte und Dickenmann ihn geistesgegenwärtig über die Linie drückte.

Nach dem Seitenwechsel verstärkte der Meister seine Angriffsbemühungen, Babett Peter musste für die schon geschlagene Schult den Ball von der Linie kratzen, die Partie drohte zu kippen - und als Miedema nach schöner Flanke von Melanie Leupolz per Kopf traf, schien mehr für den FCB als für den VfL zu sprechen. Dann inmitten der besten Bayern-Phase schlug Wolfsburg eiskalt zu: Lena Goeßling servierte von rechts mustergültig, in der Mitte schloss Popp in bester Mittelstürmerinnen-Manier ab - 2:1 für den VfL eine Viertelstunde vor dem Ende.

Bis zum Schlusspfiff verteidigten die Wolfsburgerinnen dann geschickt, Bayerns Versuch, noch mal richtig Druck aufzubauen, führte zu keinen ernsthaften Chancen mehr.

Und so bejubelte der VfL den Sieg und das Ende einer Serie - sechs Spiele hatte Wolfsburg zuletzt gegen den FC Bayern nicht gewonnen. Im Kampf um den Titel, den wahrscheinlich diese beiden Teams unter sich ausmachen werden, war‘s ein wichtiges Ausrufezeichen - und die Erlaubnis zum Wiesn-Besuch fiel Kellermann entsprechend leicht: „Nicht nur für die Tabelle war das ein wichtiger Sieg, sondern auch für unsere Köpfe. Es ist einfach schön, dass diese Serie jetzt gerissen ist!“

Bayern München – VfL Wolfsburg   1:2 (0:1)
Bayern: Korpela – Van der Gragt (66. Rolser), Holstad, Schnaderbeck – Evans (66. Gerhardt), Behringer, Leupolz, Lewandowski – Däbritz, Faißt – Miedema.
VfL: Schult – Peter, Fischer, Goeßling, Kerschowski – Blässe, Dickenmann (88. Maritz), Gunnarsdottir, Dickenmann, Jakabfi (75. Simic) – Popp, Hansen (66. Mittag).
Tore: 0:1 (32.) Dickenmann, 1:1 (70.) Miedema, 1:2 (76.) Popp.
Zuschauer: 1500.
Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Baunatal).
Gelbe Karten: keine

von Andreas Pahlmann und Dieter Kracht

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