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VfL verärgert: Bayern-Stars dürfen sich ausruhen

Frauenfußball-Nationalelf VfL verärgert: Bayern-Stars dürfen sich ausruhen

Wolfsburg/Frankfurt. Am Sonntag steht das erste Saison-Heimspiel für die Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg an (um 14 Uhr gegen Leverkusen), danach macht die Liga erst mal Länderspiel-Pause. Und diese Länderspiele sorgen beim VfL für Unmut.

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Ungleiche Voraussetzungen: Lena Goeßling (h.) muss auf Länderspielreise, Melanie Leupolz (v.) nicht.

Quelle: Imago

Denn während Wolfsburg fast alle seine deutschen Nationalspielerinnen abstellen muss, werden fast alle Bayern-Stars geschont. Direkt nach den Länderspielen (EM-Quali in Russland und Ungarn) steigt das Liga-Spitzenspiel zwischen Bayern und dem VfL...

Mit der Ex-Wolfsburgerin Verena Faißt steht lediglich eine FCB-Spielerin im DFB-Kader, vom VfL sind sechs Spielerinnen dabei. Nur Alex Popp wird geschont - und die fällt jetzt mit einer Innenband-Dehnung ohnehin erst mal aus.

Ausgeruhte Münchnerinnen gegen Wolfsburgerinnen mit Reisestress - VfL-Trainer Ralf Kellermann ist „verärgert“, wie er auf WAZ-Nachfrage zugab. Allerdings nicht auf die neue Bundestrainerin Steffi Jones, die ihm im persönlichen Gespräch die Gründe für die Schonung der Bayern-Stars Melanie Leupolz, Sara Däbritz und Leonie Maier erläutert hatte: Im Gegensatz zu den meisten Wolfsburgerinnen hat dieses Trio beim Olympiasieg fast alle Turnierminuten absolviert - und bekommt dafür jetzt eine Ruhephase. Die hätte auch VfL-Neuzugang Anja Mittag verdient, doch die Offensivspielerin wird nach der Absage von Dzsenifer Marozsan (Muskelverhärtung) dringend gebraucht.

Kellermanns Ärger bezieht sich vielmehr auf die unglückliche Ansetzung bei der Spielplangestaltung des DFB: „Die Kommunikation mit Steffi Jones läuft offen und sehr gut“, so Kellermann, „und sie hat ihre Gründe, den Kader so zusammenzustellen - das ist alles okay. Aber wir haben schon oft beim DFB darauf hingewiesen, dass es sehr ungünstig sein kann, Spitzenspiele unmittelbar nach den Länderspiel-Abstellungen anzusetzen. Und ganz generell, da waren wir uns eigentlich einig, sollten Top-Spiele nicht am Anfang der Saison stattfinden. Jetzt wurde es trotzdem gemacht - und wir haben eine Situation, die an Wettbewerbsverzerrung grenzt.“

Was die Sache für Kellermann nicht einfacher macht: Neben seinen sechs deutschen Nationalspielerinnen sind zehn weitere Spielerinnen für verschiedene Auswahlteams im Einsatz, zur Vorbereitung auf das Spiel in München bleiben ihm danach nur zwei Trainingstage mit dem vollen Kader. „Da haben es die Bayern dann schon besser“, so Kellermann. „Gerecht ist das nicht.“

Möglicherweise, so war beim DFB zu hören, werden einige Nationalspielerinnen aus dem Kader für das zweite Spiel wieder gestrichen und dürften dann vorzeitig zu ihren Vereinen zurück. Kellermann: „Wenn es so kommt, wäre es schön, wenn da Spielerinnen von uns dabei sind...“

apa

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