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Premiere für Jones, Neustart für Goeßling

Frauenfußball Premiere für Jones, Neustart für Goeßling

Khimki. Premiere für die neue Fußball-Bundestrainerin: Steffi Jones sitzt heute beim EM-Qualifikationsspiel in Khimki vor den Toren Moskaus gegen Russland (18 Uhr/ARD) erstmals in verantwortlicher Position auf der Bank. Ihre Premiere soll für eine Wolfsburgerin ein Neustart sein: VfL-Mittelfeld-Ass Lena Goeßling will ihren Stammplatz in der DFB-Auswahl zurück.

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Zurück in der DFB-Startelf: Die VfLerin Lena Goeßling tritt heute mit der Nationalmannschaft in Russland an.

Quelle: imago sportfotodienst

Jahrelang war Goeßling Stammspielerin unter Jones-Vorgängerin Silvia Neid, ausgerechnet beim Olympiaturnier in diesem Jahr fand sie sich in der ungewohnten Rolle als Ersatzspielerin wieder. Aber das hatte nicht nur sportliche Gründe. Am Ende der vergangenen Saison verstarb Goeßlings Vater nach schwerer Krankheit. „Eine schwere Zeit“, wie sie heute sagt. Außerdem plagte sie unmittelbar vor dem Olympiaturnier eine Oberschenkelzerrung.

„Zwischendurch“, so Goeßling, „hatten wir sogar den Verdacht, es könnte ein Muskelfaserriss sein - dann hätte ich Olympia komplett verpasst. Darum sehe ich es eher positiv, dass ich überhaupt dabei sein konnte.“ Und: Sie nahm ihre Joker-Rolle an, kam in allen sechs Spielen zum Einsatz (einmal in der Startelf) und war mehr als einmal ein stabilisierender Faktor für das deutsche Spiel.

Jetzt gelten allerdings wieder andere Maßstäbe. Melanie Behringer, die im deutschen Mittelfeld ein überragendes Olympia-Turnier gespielt hatte, ist aus dem DFB-Team zurückgetreten. Der Platz für Goeßling ist quasi wieder frei. Die gebürtige Bielefelderin formuliert ihre Ansprüche bescheiden: „Ich bin erst einmal gespannt, was sich mit der neuen Nationaltrainerin jetzt alles verändert“, sagte sie vor der Abreise. Und was ist mit dem „alten“ Stammplatz? „Ich habe wieder richtig Lust auf Fußball und will beim VfL meine Leistung bringen - dann kommt alles andere.“

Für die Spiele heute in Russland und am Dienstag in Ungarn hat Bundestrainerin Steffi Jones nicht alle Top-Spielerinnen nominiert (WAZ berichtete) - weil die EM-Quali längst geschafft ist, und weil einige Olympiateilnehmerin wie VfLerin Alex Popp eine zusätzliche Regenerationsphase bekommen. Einige Spielerinnen fehlen zudem verletzt. Im DFB-Kader, der die Reise nach Russland antrat, stehen Goeßling und ihre Wolfsburger Kolleginnen für die Erfahrung im Team: Anja Mittag (31), Isabel Kerschowski (28), Babett Peter (28) und eben Goeßling (30) sind die vier ältesten Spielerinnen beim Debüt von Steffi Jones. Torfrau Almuth Schult (25) ist das Nesthäkchen des Wolfsburger DFB-Quintetts.

Die neue Innenverteidigung, darauf legte sich Jones schon fest, werden nach den Rücktritten von Saskia Bartusiak und Annike Krahn heute Peter und die Ex-Wolfsburgerin Josephine Henning bilden; Goeßling agiert voraussichtlich in der Mittelfeldzentrale. Von Beginn an - so, wie sie es eigentlich gewohnt ist.

apa

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