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Popp: Ein Herz für kleine Teams

Frauenfußball – WM Popp: Ein Herz für kleine Teams

Was für ein Start der Frauenfußball-Nationalmannschaft in die Fußball-Weltmeisterschaft! Mit 10:0 (5:0) wurde WM-Neuling Elfenbeinküste vom Platz gefegt. Über 90 Minuten dabei waren die Wolfsburgerinnen Lena Goeßling und Alexandra Popp - die in der Nacht zu Montag mit dem 10:0 den Schlusspunkt setzte.

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Top-WM-Start für ein VfL-Duo: Lena Goeßling (l.) und Alexandra Popp – die Stürmerin grüßte nach dem 10:0 von der Massagebank.

Quelle: dpa

In Ottawa war Außenseiter Elfenbeinküste überfordert. Einzig die streckenweise überharte Gangart des Gegners machte Deutschland zu schaffen. „Ich bin froh, dass sich nur eine Spielerin verletzt hat“, sagte Bundestrainerin Silvia Neid. Sie wusste von Risswunden und vielen blauen Flecken zu berichten. Popp postete noch von der Massagebank mit erhobenem Daumen ihr Fazit.

Nach der Partie stand intensive Pflege an, gestern früh machten die, die gespielt hatten, eine gemächliche Radtour. Goeßling, im letzten WM-Test gegen die Schweiz noch schwach, hatte im Mittelfeld stark agiert. Offensivspielerin Popp war kein Weg zu weit gewesen, um für das Team zu arbeiten. Aber: Die 24-jährige Stürmerin hätte mehr als nur ein Tor schießen müssen.

So musste die Wolfsburgerin bis kurz vor dem Ende warten. Mit einem gefühlvollen Freistoß sorgte Popp für das zweistellige Resultat - übrigens nicht der höchste WM-Sieg einer DFB-Elf. 2007 in China siegte Deutschland gegen Argentinien mit 11:0, wurde Weltmeister. Als einzige Wolfsburgerin damals war Martina Müller im Kader.

Durch den Kantersieg gegen die Elfenbeinküste mehren sich die Stimmen, die WM nicht mit 24 Teams auszutragen. Popp allerdings findet es gut, dass solche Teams dabei sind, plädiert für das „Bleiberecht“ der Frauenfußball-Entwicklungsländer: „Nur weil wir sie 10:0 abgeschossen haben, heißt das nicht, dass das andere Mannschaften auch tun. Sie haben sich qualifiziert, wie es sich gehört. Da würde ich jetzt nicht sagen, dass die hier nichts zu suchen haben.“

dik/rau

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