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Kaum Schlaf für VfL-Frühaufsteherin Peter

Frauenfußball-WM Kaum Schlaf für VfL-Frühaufsteherin Peter

Babett Peter steht gern früh auf, auch am Samstag machte sie im WM-Spielort Montreal keine Ausnahme. Am Morgen nach dem Viertelfinal-Drama und dem Sieg nach Elfmeterschießen gegen Frankreich war die Fußballerin des VfL Wolfsburg als eine der ersten im DFB-Team wach. „Eine kurze Nacht“, gab die 27-Jährige zu. Kein Wunder - sie hatte viel zu verarbeiten.

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Geredet: Babett Peter auf der DFB-Pressekonferenz am Tag nach dem Spiel.

Für die gesperrte Saskia Bartusiak war Peter ins Team gerückt, hatte einen schweren Stand gegen die französische Offensiv-Kraft und war auch am Rückstand nicht schuldlos, als ihre Kopfballabwehr zu kurz geriet und ausgerechnet VfL-Kollegin Lena Goeßling nicht nah genug bei Torschützin Louisa Necib war.

Doch während mit Goeßling und Alex Popp (beide mit eher durchwachsenen Leistungen) die beiden anderen VfLerinnen im Laufe der zweiten Halbzeit ausgewechselt wurden, spielte Peter durch - und trat nach 120 anstrengenden Minuten zum Elfmeterschießen an. „Für mich war schnell klar, dass ich beim Elfmeterschießen die Verantwortung übernehme und den Ball ins Tor schieße“, meinte die jetzt 92-fache Nationalspielerin hinterher. „Und kurz vor dem Elfmeterschießen war mir auch klar, dass wir gewinnen werden. Ich bin nach vorn gegangen und habe nichts gehört und nichts gesehen.“

Peter traf wie alle anderen DFB-Spielerinnen vom Punkt, auch wenn Torfrau Sarah Bouhaddi fast dran war. Als Nadine Angerer dann den letzten Elfer gehalten hatte, brachen die Jubel-Dämme - auch bei Peter. Anschließend „gab‘s ein gemeinsames Essen und Behandlung, danach war ich leider immer noch nicht so weit, dass ich hätte schlafen können...“

Nach der kurzen Nacht („Ich bin eben Frühaufsteherin“) ging es für Peter dann zur DFB-Pressekonferenz - mit Ausblick auf das Halbfinale gegen die USA. „Das ist eine ganz andere Mannschaft - körperbetont, physisch stärker. Das wird darum auch ein ganz anderes Spiel.“ Die VfLerin wird dann wohl wieder aus der Startelf weichen müssen; Goeßling und Popp dagegen dürften gesetzt bleiben, auch wenn Sara Däbritz (kam für Popp) gegen Frankreich ein extrem belebender Faktor war.

apa

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