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Gold. Gold. Gold. Gold. Gold.

Fünf VfL-Fußballerinnen triumphieren Gold. Gold. Gold. Gold. Gold.

Rio de Janeiro/Wolfsburg. Um die Dimension dieses Erfolges zu begreifen, muss man die Zahlen sprechen lassen: Bis zur Nacht von Freitag auf Samstag hatte es in der Geschichte der Olympischen Spiele drei Wolfsburger Goldmedaillen-Gewinner gegeben. Jetzt sind es acht.

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Fünfmal Gold für den VfL: (v. l.) Alexandra Popp, Babett Peter, Lena Goeßling, Isabel Kerschowski und Almuth Schult.

Quelle: Imago

Lena Goeßling, Isabel Kerschowski, Babett Peter, Alexandra Popp und Almuth Schult verlängern die Liste, auf der bisher Hildegard Falck (1972, 800 Meter), Frank Wieneke (1984, Judo) und Andrés D‘Alessandro (2004, Fußball) standen.

2:1 hieß es am Samstag im Frauenfußball-Finale gegen Schweden, wie erwartet standen mit Popp und Schult zwei Wolfsburgerinnen in der Startelf, Goeßling wurde eingewechselt. Peter und Kerschowski waren im Turnierverlauf zuvor zu ihren Einsätzen gekommen. Kein Verein hatte so viele Spielerinnen im Goldteam wie der VfL, kein Klub kam auf so viele Einsätze. Nach dem Triple-Gewinn 2013 und den Titeln in den Jahren danach hat der VfL Wolfsburg damit für den nächsten Frauenfußball-Meilenstein gesorgt. „Ich bin unglaublich stolz darauf, dass unsere fünf Spielerinnen das Rückgrat der deutschen Mannschaft gebildet haben“, jubelte VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann auf der Klub-Homepage. Und: „Damit kann jeder Wolfsburger jetzt mit Fug und Recht sagen: ‚Wir sind Olympiasieger!‘“ Es war übrigens nicht die erste Wolfsburger Medaille in dieser Sportart: VfLerin Stefanie Gottschlich hatte 2000 in Sidney mit dem DFB-Team Bronze geholt.

Der Erfolg von Rio hat nicht nur für den VfL, sondern auch fürs DFB-Team eine historische Dimension: Es war des erste Frauenfußball-Gold für den mehrfachen Weltmeister, und es war der Abschied von Bundestrainerin Silvia Neid, der besser und euphorischer nicht sein konnte.

„Es ist grandios, davon träumt jeder Sportler. Dass man jetzt selbst so eine Goldmedaille hat … unfassbar“, freute sich Schult nach dem Triumph - der ehrlich betrachtet auch deshalb zustande kam, weil Top-Favorit USA, Gastgeber Brasilien und die eigentlich sehr starken Französinnen zuvor unglücklich ausgeschieden waren. Das erleichterte nicht nur das fünffache VfL-Gold, sondern sorgte auch dafür, dass es mit der Schwedin Nilla Fischer auch eine Wolfsburger Silbermedaillen-Gewinnerin zu bejubeln gibt.

Dass aber buchstäblich nicht alles Gold ist, was im Frauenfußball glänzt, weiß auch Ralf Kellermann. Die Glückwünsche des VfL-Trainers fielen entsprechend sachlich aus - er weiß, dass der deutsche Frauenfußball um seinen Platz in der absoluten Weltspitze weiter ringen muss. „Ich gratuliere allen sechs Spielerinnen ganz herzlich zu Gold und Silber“, so Kellermann. „Es ist eine tolle Sache auch für den VfL, so viele Medaillenträgerinnen in den Reihen zu haben. Jetzt hoffe ich, dass sie mit viel Rückenwind und Selbstvertrauen zurück nach Wolfsburg kommen.“

apa

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