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„Ein schönes Stadion mit viel Charme“

Frauenfußball-Bundesliga „Ein schönes Stadion mit viel Charme“

Mehr als 120 Spiele hat Martina Müller im VfL-Stadion am Elsterweg bestritten - kaum jemand trat dort häufiger gegen den Ball. Wenn der Wolfsburger Frauenfußball-Bundesligist heute (14 Uhr) im DFB-Pokal-Viertelfinale auf den SC Sand trifft, bedeutet das auch für die Stürmerin, Abschied vom Elsterweg zu nehmen. Denn nach der Partie ziehen die VfL-Frauen ins neue Mini-Stadion im Allerpark um.

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Abschied: Mehr als 120 Spiele bestritt Martina Müller im VfL-Stadion am Elsterweg - heute folgt das letzte, dann zieht das Team um.

Quelle: imago sportfotodienst

Sie habe ein weinendes und ein lachendes Auge beim Abschied vom Elsterweg. „Wir bekommen ein schönes neues Stadion - aber in diesem alten steckt viel Geschichte drin“, sagt die Torjägerin. „Hier haben schöne und traurige Spiele stattgefunden.“

Kurios: Wenn sich Müller an Szenen vom Elsterweg erinnert, kommen ihr nicht sofort Meisterschafts-Endspiele oder Champions-League-Begegnungen in den Sinn. „Ich habe ja auch härtere Zeiten in dem Stadion verbracht“, sagt die Stürmerin, die 2004 nach Wolfsburg gewechselt war. „Daher denke ich immer zuerst an das Spiel, das uns 2006 aus der 2. Liga wieder zurück in die Bundesliga geführt hat“, so Müller, die einen großen Anteil daran hatte.

Mit 36 Saisontoren stellte sie damals einen Zweitliga-Rekord auf, der bis heute ungebrochen ist. „Wir haben alle das wieder ausgelöffelt, was wir dem VfL eingebrockt hatten“, beschreibt Müller, die noch heute Fotos vom entscheidenden Aufstiegstor ihrer damaligen Teamkollegin Jennifer Siebert zu Hause hat. „Das sind Erlebnisse, die einen prägen“, so die Wolfsburgerin.

Die Fans der VfL-Frauen haben ihren Anteil daran, dass der deutsche Meister heimisch geworden ist in der ehemaligen Spielstätte der Bundesliga- Männer. „Ich denke da zum Beispiel an den Schriftzug an unserer Kabine oder den im Stadion“, sagt Müller. „Es ist einfach ein schönes Stadion mit ganz viel Charme - und kein anderes Stadion, in dem ich in meiner Karriere gespielt habe, kann da mithalten.“

rs

  • Eine ganze Sonderseite über den Abschied vom Stadion am Elsterweg können Sie in der Samstags-WAZ lesen - sowohl in der gedruckten Ausgabe als auch im E-Paper.
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