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„Das war nicht unsere WM!“

Frauenfußball „Das war nicht unsere WM!“

Das war es dann: Im Spiel um Platz drei unterlag die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft bei der WM im Kanada gegen England mit 0:1 in der Verlängerung - und machte sich auf die Heimreise. „Mit einem Ka...-Gefühl“, wie Wolfsburgs Angreiferin Alexandra Popp enttäuscht meinte.

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Was wollt ihr denn? Die angefressene Alexandra Popp zwischen englischen Spielerinnen - die VfL-Stürmerin hatte sie vor der Ausführung des umstrittenen Elfers geärgert.

Popp kam wegen ihrer Kopfverletzung (WAZ berichtete) erst in der Verlängerung für Lena Goeßling auf den Platz. „Es wäre mehr drin gewesen“, war Popp überzeugt, die wegen ihrer Platzwunde aus dem Halbfinale mit einem Kopfschutz spielte. „Wir hätten kaltschnäuziger sein müssen.“ Sie selbst hatte eine Traumflanke geschlagen, die Bianca Schmidt per Kopf kläglich vorbei setzte. Sonst wäre es das 1:1 gewesen. Popp war angefressen, wie sie im Spiel schon vor der Ausführung des entscheidenden Elfers bewiesen hatte, als sie mit den Engländerinnen heftig diskutierte.

Derweil sorgen die Äußerungen einiger Vereinstrainer weiterhin für Diskussionen. Colin Bell, Trainer des 1. FFC Frankfurt hatte moniert, dass Bundestrainerin Silvia Neid an der Seitenlinie zu passiv gewesen sei, keine erkennbaren Matchpläne gehabt hätte. Von dieser Kritik distanzierte sich jetzt Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann. „Die Art und Weise der Kritik von Colin Bell geht aus meiner Sicht nicht. Ein Bundesliga-Trainer sollte sich nie öffentlich so äußern“, sagte der Welttrainer dem Kicker.

Kellermann selbst hatte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gemahnt: „Wie wir uns im Verein technisch weiterentwickeln müssen, so muss sich auch die Nationalelf technisch weiterentwickeln, dass man sich auf engem Raum fußballerisch befreien kann.“ Damit habe er nicht Neids Arbeit kritisieren, sondern anregen wollen, dass alle gemeinsam die Entwicklung vorantreiben. Er habe am Donnerstag mit Neid telefoniert, um das zu verdeutlichen, so der Wolfsburger Trainer weiter.

dik

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