Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Das Drama in drei Akten: Elfer beenden VfL-Traum

Frauenfußball: Champions League Das Drama in drei Akten: Elfer beenden VfL-Traum

Reggio Emilia. Erst war‘s langweilig, dann wurde es spannend und schließlich hochdramatisch - doch diesmal blieb den Fußballerinen des VfL Wolfsburg die Krone Europas versagt, weil Nilla Fischer und Elise Bussaglia im Elfmeterschießen die Nerven versagten.

Voriger Artikel
Zurück auf den Thron: VfL-Frauen auf Rekordjagd!
Nächster Artikel
„Können stolz sein, aber Enttäuschung ist groß!“

Tief enttäuscht: Die VfLerinnen nach dem K.o. im Champions-League-Finale. Almuth Schult (r.) musste im Elfmeterschießen viermal hinter sich greifen. Lyon gewann am Ende 5:4.

Quelle: dpa / Giacomo Maestri

Bei der dritten Champions-League-Finalteilnahme der Vereinsgeschichte unterlag das Team von Ralf Kellermann am Donnerstag erstmals. Olympique Lyon nahm Revanche für die Niederlage von 2013, gewann 5:4 (1:1) nach Elfmeterschießen. Alexandra Popp hatte in regulärer Zeit für den VfL getroffen.

Die französische Ausnahme-Mannschaft war vor 15.200 Zuschauern früh in Führung gegangen, hatte danach mit viel Ballbesitz die Führung verwaltet. Der VfL wirkte mutlos, ideenlos und ohne Schwung, wurde nach einer Ecke nur 30 Sekunden nach Spielbeginn in der Folge praktisch überhaupt nicht mehr gefährlich.

Das Team von Trainer Ralf Kellermann hatte mit Zsanett Jakabafi als einziger echter Spitze begonnen, aber die hing in der Luft.

Doch wie im Finale 2014, als nach 0:2-Rückstand die Wende folgte, bekam auch diese Partie einen zweiten Akt. VfL-Coach Kellermann wechselte Ramona Bachmann und Tessa Wullaert ein. Vor allem die Belgierin Wullaert entwickelte das Feuer, das vor der Pause keine Wolfsburgerin hatte. Zugleich bildete sie eine zweite Spitze. Der Bundesligist kam nun besser nach vorn.

Hinzu kam: Die Französinnen zogen sich ohne Not zurück, überließen dem VfL die Initiative. Und das rächte sich. Ein bisschen glücklich für Wolfsburg war es, aber Lyon hatte sich den Ausgleich selbst zuzuschreiben. Und Wolfsburg hatte die Gelegenheit, die sich bot, energisch genutzt. Nun war der VfL dem Sieg nah, in der Verlängerung gab es sogar noch eine Riesenchance.

Es blieb beim 1:1, das Drama bekam Akt drei: das Elfmeterschießen. Da hatte Lyon die besseren Nerven. VfL-Torfrau Almuth Schult: „Nach diesem Ende ist natürlich ein bisschen Leere da. Die Zuschauer haben die Spannung bekommen, die sie wollten. Es war unglaublich, dass wir wieder so zurückgekommen sind. Das Elfmeterschießen ist dann die Krönung eines Finales. Leider hat es nicht gereicht.“

von Jürgen Braun

+ + + Dieser Text wurde aktualisiert + + +

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Frauenfußball: Champions League
Sie grätschten und kämpften, aber es reichte nicht: Lena Goeßling (r.) und Alex Popp (l.) mussten sich Olympique Lyon und Pauline Bremer (M.) geschlagen geben.

Die Enttäuschung war groß nach dem Schlusspfiff. Die meisten Spielerinnen des Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg lagen nach der 4:5-Niederlage im Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon auf dem Rasen, ließen ein paar Tränen kullern, waren nach den 120 Minuten einfach nur platt.

mehr
Mehr aus VfL Frauenfußball