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Darum ist Turbine in dieser Saison so abgestürzt

Frauenfußball-Bundesliga Darum ist Turbine in dieser Saison so abgestürzt

Rätselraten um den Gegner: In den kommenden vier Tagen müssen die Fußballerinnen des VfL zweimal gegen Turbine Potsdam ran - morgen (14 Uhr) steigt das Bundesliga-Heimspiel, am Mittwoch folgt in Potsdam das Viertelfinale im DFB-Pokal. Und vor den beiden Partien stellte sich die große Frage: Warum sind die Turbinen in dieser Saison so abgestürzt?

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Turbine am Boden: Die Fußballerinnen aus Potsdam (hier Tabea Kemme) sind in dieser Saison kein Spitzenteam mehr; Trainer Bernd Schröder (r.) hört am Saisonende auf.

Quelle: imago sportfotodienst

Zweimal Champions-League-Sieger, sechsmal Meister, dreimal Pokalsieg - in den letzten zwölf Jahren war Turbine ein Spitzenklub von internationalem Format. Aktuell sieht‘s traurig aus: neun Liga-Spiele, fünf Niederlagen, Platz acht, schon neun Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten Wolfsburg.

Hauptgrund: Dem Frauenfußball-Traditionsklub (sechsmal DDR-Meister) fehlt Torgefahr. Die treffsicheren Genoveva Anonma (jetzt Portland Thorns) und Natasa Andonova (Rosengard) sind weg, zudem hat die ehemalige Nationalspielerin Jennifer Zietz ihre Karriere beendet, Hoffnungsträgerin Pauline Bremer zog es nach Frankreich zu Olympique Lyon.

Dass Trainer-Urgestein Bernd Schröder (seit 44 Jahren im Klub!), der seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hat, die Mannschaft nicht mehr erreiche, sei „Quatsch“, wie er sagt. Stattdessen entscheidend: „Uns fehlen derzeit einfach ein, zwei Leader, Führungsspielerinnen.“ Inka Wesely oder Johanna Elsig könnten diese Rolle einnehmen, fallen aber mit Kreuzbandriss aus. Zudem fehlt Sommer-Neuzugang Bianca Schmidt (aus Frankfurt) mit Rückenproblemen; Patricia Hahnebeck (Wadenbeinbruch) ist ebenfalls nicht dabei, Jennifer Cramer verpasste den Saisonbeginn wegen einer Sprunggelenks-OP.

Positiv: Zuletzt gab es einen 4:0-Sieg gegen Köln, die akute Abstiegsgefahr ist erst einmal gebannt. Und dass Turbine gefährlich sein kann, weiß auch VfL-Trainer Ralf Kellermann: „Die vielen verletzungsbedingten Ausfälle waren wohl nicht zu kompensieren - aber eigentlich hatte ich Potsdam mit im Titelkampf erwartet.“

dik

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