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Bernauer überrascht den VfL und sich selbst

Frauenfußball-Bundesliga Bernauer überrascht den VfL und sich selbst

In acht von zehn Bundesliga-Spielen stand sie auf dem Platz. Und nach Martina Müller hat sie die meisten Tore für den VfL geschossen. Dass Vanessa Bernauer eine solch tragende Rolle bei den Wolfsburger Fußballerinnen spielen würde, hatte sie bei ihrem Wechsel selbst nicht erwartet..

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Von Absteiger Cloppenburg direkt in die Startelf des VfL: Vanessa Bernauer (r.) überraschte bislang mehr als positiv in Wolfsburg.

Quelle: imago sportfotodienst

Von Absteiger Cloppenburg kam die Schweizerin im Sommer zum Meister und Champions-League-Sieger. „Wenn man auf seiner Position Lena Goeßling und Nadine Keßler als Konkurrenz hat, ist klar, dass ich Vanessa erst einmal überzeugen musste, dass sie zu uns kommt“, erinnert sich VfL-Trainer Ralf Kellermann. „Ich war darauf vorbereitet, wie meine Rolle im Kader sein könnte“, schildert Bernauer im Rückblick.

Doch statt viel Ersatzbank und Notnagel bei Rotationen ist sie mittendrin - von Zeit zu Zeit sogar als Leistungsträgerin und Stabilisatorin im zentralen Mittelfeld. Und das liegt nicht nur am Langzeitausfall von Kapitänin Keßler. „Wenn ich ehrlich bin, hatte ich nicht gedacht, dass ich so viel spiele“, sagt Bernauer, die sich nach eigener Aussage zunächst ans hohe Niveau gewöhnen musste: „In Wolfsburg spielt man mit den besten Fußballerinnen der Welt. Da hat man schon Angst, diejenige zu sein, die die Übung vermasselt.“

Davon kann aber keine Rede sein. Am vergangenen Sonntag hatte sie ihr fünftes Saisontor in der Bundesliga erzielt. Beim VfL ist nur Müller mit einem Treffer mehr erfolgreicher. „Dass wir eine Torjägerin holen würden, das wusste ich damals nicht“, meint Kellermann schmunzelnd. Vielmehr gefalle ihm ihre „aggressive Spielweise. Das hatte mir schon in ihrer Cloppenburger Zeit Spaß gemacht.“

Bereut hat Nationalspielerin Bernauer den Weg nach Wolfsburg also bislang nicht - aber sie hat Appetit auf mehr: „Ich kann mich nicht beklagen, habe aber auch noch Luft nach oben und werde etwas Zeit brauchen, um noch mehr zu bringen.“

rs

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