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Zitter-Vorlauf, starkes Finale

Leichtathletik-WM: Knipphals-Staffel auf Rang vier Zitter-Vorlauf, starkes Finale

Ein Zitter-Rennen im Vorlauf und eine bärenstarke Leistung im Finale: VfL-Sprinter Sven Knipphals ist mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel bei der Leichtathletik-WM in Peking Vierter geworden. Nur zwei Hundertstel fehlten zu Bronze - aber so richtig traurig mochte Knipphals deswegen nicht sein.

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Und ab geht‘s: VfL-Sprinter Sven Knipphals beim 4x100-Meter Endlauf der Leichtathletik-WM in Peking.

Quelle: dpa

„Dass wir so knapp an einer Medaille vorbeigerannt sind, ist kein Grund, enttäuscht zu sein“, so Knipphals nach dem Rennen. Beim Zieleinlauf war das DLV-Quartett noch Fünfter, die US-Staffel wurde später disqualifiziert - und erst da war klar, wie knapp die deutsche Staffel am Treppchen vorbeigelaufen war. Vor allem bei Top-Sprinter Julian Reus war der Frust deswegen groß. Knipphals nach der Ergebnis-Verkündung: „Im Moment fällt es uns schwer, Julian wieder aufzubauen. Das dauert wohl mindestens zehn Bier...“

In der Besetzung Reus, Knipphals, Alexander Kosenkow und Aleixo-Platini Menga hatte das DLV-Team in 38,15 Sekunden eine neue deutsche Jahresbestleistung erreicht. Im Vorlauf war‘s noch unrund gelaufen: Schlechte Wechsel kosteten Zeit - vor allem die Übergabe von Reus auf Knipphals wäre fast schiefgegangen, weil dem Wolfsburger die Sicht auf die Wechselmarkierung versperrt war. „Ich habe nichts gesehen, der Brasilianer stand direkt vor meiner Markierung. Da bin ich lieber auf Nummer sicher gegangen und habe mich auf mein läuferisches Potenzial verlassen, als die Staffel zum Platzen zu bringen.“ Die Folge: Reus rannte ihm fast auf die Fersen, drei Zehntel blieben allein bei diesem Wechsel liegen - im Endlauf aber klappte alles. Bundestrainer Ronald Stein: „Ein emotionaler Tag! Was die Jungs nach schwachem Vorlauf für ein Feuerwerk abgebrannt haben, war Weltklasse!“

apa/fs

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