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Wolfsburgs Sprinter nur Ersatzmann

Leichtathletik-WM Wolfsburgs Sprinter nur Ersatzmann

Große Enttäuschung bei Sven Knipphals: Der Wolfsburger Sprinter wird nicht in der deutschen 4x-100-Meter-Staffel bei der Leichtathletik-WM in Daegu laufen. Das entscheid Sprint-Bundestrainer Ronald Stein gestern. Für Knipphals gab‘s aber ein tolles Trostpflaster: Er ist für zwei große Sportfeste nominiert.

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Ist bald Knipphals‘ Gegner: Der frischgebackene Weltmeister Yohan Blake (l.). In Daegu bei der WM fungiert Sven Knipphals derzeit lediglich als Ersatzmann.

Quelle: Foto: M. Hensel

Staffelläufer Sebastian Ernst trat auch über 200 Meter an, schied gestern bereits im Vorlauf aus – Bundestrainer Stein legte sich darum früher als geplant auf seine Staffelbesetzung fest. Am Abend sprach er mit dem VfL-Sprinter, der nach den Trainingseindrücken schon skeptisch war – obwohl er in der deutschen Jahresbestenliste über 100 Meter auf Rang zwei liegt.

Knipphals hatte auf die zweite Position in der Staffel spekuliert. Dort wird jetzt Marius Broening laufen, außerdem sind Tobias Unger, Alex Schaf und Ernst dabei. Knipphals ist wie Youngster Robin Erewa „nur“ Ersatzmann.
Um 12.10 Uhr deutscher Zeit steigen morgen die Staffel-Vorläufe, eine Qualifikation für den Endlauf wäre bereits ein Erfolg. Knipphals: „Natürlich drücke in den Jungs alle Daumen!“

Nach der Staffel-Enttäuschung warten jetzt noch zwei Highlights auf den Wolfsburger: Nicht zuletzt wegen seiner guten Trainingseindrücke in Daegu wurde er für zwei große Sportfeste nominiert: Am 8. September in Zürich und am 11. September in Berlin. Besonderer Clou: Dort darf Knipphals im 100-Meter-Lauf gegen Yohan Blake antreten, der gerade in Daegu Weltmeister wurde – 9,92 Sekunden reichten dem Jamaikaner, weil Landsmann Usain Bolt nach Fehlstart ausgeschieden war. Knipphals: „Auf diese Begegnung freue ich mich besonders!“


Knipphals-Interview: „Ich bin enttäuscht“


Nur Ersatz in der Staffel – unmittelbar nach der Entscheidung stellte sich VfL-Leichtathlet Sven Knipphals den Fragen von WAZ-Sportredakteur Andreas Pahlmann.

WAZ : Wie hat der Bundestrainer die Entscheidung begründet?
Knipphals : Ich hätte noch nicht genug Erfahrung, die Staffel sei kein 100-Meter-Lauf – und ich sei dabei, um Erfahrungen zu sammeln.

WAZ : Akzeptabel?
Knipphals : Ich bin enttäuscht, konnte mir das aber schon seit dem ersten Staffeltraining denken, weil ich nur mit dem anderen Ersatzmann Robin Erewa Wechsel geübt habe. Die Entscheidung muss ich akzeptieren, kann sie zum Teil auch nachvollziehen – aber meiner Meinung nach hätte man mich ruhig laufen lassen können.

WAZ : Sie sind für Zürich und Berlin nominiert, lindert das den Schmerz?
Knipphals : Ja, das ist auf jeden Fall ein guter Trost!

WAZ : Was bleibt als WM-Erfahrung?
Knipphals: Es war wichtig, dass ich dabei war, weil ich sonst keine Chance gehabt hätte, in die Olympia-Staffel zu kommen.

apa

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