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Wojcicki: Der Spaß ist wieder zurück

Boxen Wojcicki: Der Spaß ist wieder zurück

Vor gut einem Jahr stand Patrick Wojcicki mit damals 20 Jahren bereits auf dem Höhepunkt seiner Karriere, boxte bei den Olympischen Spielen in London.

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Nach siebenmonatiger Pause und dem Rauswurf aus dem Bundeskader ist er zurück: Der Wolfsburger Patrick Wojcicki (l.) boxt in der Bundesliga und greift auch wieder im Kickboxen an.

Quelle: Photowerk (bs)

Inzwischen ist es bedeutend ruhiger um den Ausnahme-Kämpfer des AKBC Wolfsburg geworden. Er sagt: „Ich hatte die Lust verloren.“

Fast drei Monate hatte sich der VW-Werkzeugmechaniker auf Olympia vorbereitet. Dort schied er in Runde eins aus, der ganze Druck fiel erst mal ab, er brauchte eine Pause. Doch statt sie zu bekommen, standen weitere Verpflichtungen an. Der deutsche Verband DBV wollte Wojcicki bei der DM sehen, bei weiteren Turnieren. Während das AKBC-Ass lieber ins Mittelgewicht gewechselt wäre. Das Hungern auf 69 Kilogramm fiel ihm immer schwerer. Im Verband sah man ihn im Weltergewicht.

Da zog der dreifache deutsche Meister die Reißleine, bestritt rund sieben Monate keinen Kampf mehr und flog dementsprechend aus dem Bundeskader. Doch, was für ihn viel wichtiger ist: Wojcicki hat keinen Druck mehr. Was er jetzt macht, geschieht nicht, weil ihn jemand drängt, sondern weil er es will.

Und er will: Seinen Trainingsumfang hat er kaum zurückgeschraubt. Er fährt vor der Arbeit nicht mehr zum Kadertraining nach Gifhorn, trainiert aber weiter fünfmal in der Woche bei Heimcoach Antonino Spatola. „Aber alles ohne Druck.“

So hatte er das Kickboxen für den Faustkampf aufgeben müssen, jetzt darf er wieder. In Frankreich feierte er vor kurzem ein starkes Comeback, an die nationale Kickbox-Spitze dürfte er sich bald wieder herangetastet haben. Nichts verlernt? Nein, sagt er lachend, „das verlernt man nicht so schnell“. Auch boxen wird der sympathische 22-Jährige wieder. In der Bundesliga für Hanau. „Das wird eine neue Herausforderung“, sagt er. Denn er kämpft im Mittelgewicht. Wie er es für richtig hält - und nicht andere.

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