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„Wir wollen den Titel unbedingt holen“

WAZ-Interview „Wir wollen den Titel unbedingt holen“

Endspiel gegen Nigeria – da ist Wachbleiben Pflicht! Ab 1 Uhr in der Nacht auf Montag geht‘s für die U-20-Fußballerinnen Deutschlands um den WM-Titel. Kapitänin der deutschen Mannschaft ist Lina Magull vom VfL Wolfsburg, die vor einer Woche 20 Jahre alt wurde. Sie führt das VfL-Trio an, zu dem bei dieser WM außerdem noch Joelle Wedemeyer und Torfrau Merle Frohms gehören. Mittelfeldspielerin Magull, die auf dem Sprung in die A-Nationalmannschaft steht, stellte sich vor dem Finale den Fragen von WAZ-Sportjournalist Dieter Kracht.

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Deutschlands U-20-Kapitänin: Lina Magull.

WAZ: Herzlichen Glückwunsch zum Einzug ins Finale! Wie ist die Stimmung im Team?

Magull: Die Stimmung ist natürlich hervorragend. Wir haben mit einer tollen Teamleistung das WM-Finale erreicht. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Für uns steht jetzt in erster Linie im Mittelpunkt, so schnell wie möglich zu regenerieren.

WAZ: Was stand nach dem gewonnenen Halbfinale an?

Magull: Am Donnerstagnachmittag hatten wir frei und sind gemeinsam in einen Freizeitpark gefahren - eine schöne Abwechslung.

WAZ: Hatten Sie vor der WM damit gerechnet, so weit zu kommen?

Magull: Ich glaube, kaum jemand hat damit gerechnet, dass wir so weit kommen. Schließlich haben wir verletzungsbedingte Ausfälle zu verkraften und mussten einiges umstellen. Dass uns trotzdem der Einzug ins Finale gelungen ist, zeigt auch, dass wir einen großen Zusammenhalt haben.

WAZ: 2012 bei der WM in Japan hatten Sie schon einmal die Chance, den WM-Titel zu holen, haben jedoch gegen die USA mit 0:1 verloren. Sind die Chancen diesmal besser?

Magull: Bei einem Finale ist immer alles möglich. Wir wollen natürlich unbedingt den Titel, aber das will Nigeria auch. Das wird eine schwierige Aufgabe, gegen einen Gegner, der sich durch den klaren Halbfinal-Erfolg sicher jede Menge Selbstbewusstsein geholt hat. Aber wir nehmen auch dieses Spiel an, wie die anderen zuvor, und hoffen natürlich, dass wir uns am Ende auch für die harte Arbeit belohnen können.

WAZ: Sie führen die DFB-Auswahl als Kapitänin aufs Spielfeld, ist das für Sie eine besondere Auszeichnung?

Magull: Es macht mich stolz, das Vertrauen der Trainerin erhalten zu haben. Für mich ist es eine Ehre, diese tolle Mannschaft bei einer WM aufs Feld führen zu dürfen.

WAZ: Sie wurden in den bisherigen Spielen immer ausgewechselt. Würden Sie gern länger spielen - oder ist das nach Ihrer langen Verletzungspause mehr als genug?

Magull: Erst mal bin ich überhaupt froh, nach dieser langen Pause, dabei sein zu dürfen. Ich habe vor Beginn des Turniers mit Frau Meinert über die Situation gesprochen. Uns war beiden bewusst, dass es nicht in allen Spielen für 90 Minuten reichen wird. Ich bin auch sehr glücklich darüber, dass ich bislang in allen Spielen von Beginn an auflaufen durfte. Ich gebe immer alles und wenn es nicht mehr geht, kommt von mir selbst oder von außen ein Zeichen - und ich werde ausgewechselt.

WAZ: Halten Sie Kontakt zu Ihren Wolfsburger Mitspielerinnen?

Magull: Na klar, ich habe regelmäßigen Kontakt mit meinen Mitspielerinnen. Mit der einen mehr, mit der anderen weniger - aber alle verfolgen natürlich, wie die „Kleinen“ sich so anstellen und darüber freue ich mich sehr. Das geht über Facebook, Whats-app und Skype, der Kontakt ist mir ganz wichtig.

WAZ: Auch zu Ihrem Trainer Ralf Kellermann?

Magull: Vom Trainer gibt es immer eine Gratulations-Nachricht nach dem Spiel und natürlich tauschen wir uns auch über meinen allgemeinen Zustand aus. Ich freue mich auf jeden Fall, bald alle wiederzusehen. Hoffentlich als Weltmeisterin (lacht) - sonst gibt es Ärger.

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