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VfL gegen Stabaek: „Ich habe dem Trainer gesagt, wir gewinnen“

Frauenfußball-Bundesliga VfL gegen Stabaek: „Ich habe dem Trainer gesagt, wir gewinnen“

Im Sommer kam sie aus Stabaek zum VfL, heute tritt Caroline Hansen mit dem Wolfsburger Frauenfußball-Bundesligisten bei ihrem Ex-Klub in der Champions League an. Wie es der 19-Jährigen vor dem Wiedersehen in Oslo geht und was sie davon hält, als größtes Talent ihres Sports zu gelten, verriet sie WAZ-Sportredakteur Robert Schreier.

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Vor dem Sommer noch Freunde, jetzt Gegner: Caroline Hansen (2.v.l.) im Stabaek-Trikot.

WAZ : Ist es eine besondere Woche für Sie?
Hansen : Ja, gegen meine ehemalige Mannschaft zu spielen, ist etwas Spezielles. Ich hätte nicht gedacht, dass ich sie so schnell wiedertreffe.

WAZ : Haben Sie noch einen Blick auf die Spiele von Stabaek?
Hansen : Ja, ich schaue auf die Ergebnisse und wie sie spielen. Das sind ja auch meine Freunde. Aber am Mittwoch bin ich ganz Wolfsburgerin, die gegen Stabaek gewinnen möchte.

WAZ : Haben Sie Ihrem Trainer Ralf Kellermann Tipps geben können?
Hansen : Ja, er hat mich über die Spielerinnen und die Stärken befragt. Ich habe ihm gesagt, dass es eine gute Mannschaft ist, aber dass wir gewinnen, wenn wir unser Bestes geben.

WAZ : Welche Stärken hat denn Stabaek?
Hansen : In der vergangenen Saison waren wir eine spielstarke Mannschaft. Jetzt haben sie ein bisschen Pech mit Verletzungen ihrer besten Spielerinnen. Ich erwarte, dass sie deshalb ihren Stil ändern und mehr auf Konter spielen.

WAZ : Was für eine Atmosphäre erwartet den VfL in Oslo?
Hansen : Der Verein versucht, viele Zuschauer zu mobilisieren. Es ist möglich, dass es einen neuen Rekord gibt. Ich denke, es werden etwa 1500 Fans kommen, denn der VfL hat in Norwegen einen sehr großen Namen. Die Spielerinnen freuen sich darauf, gegen die beste Mannschaft der Welt antreten zu können.

WAZ : Kann Stabaek sich mit dem VfL vergleichen?
Hansen : In Deutschland sind die Spielerinnen fitter und laufen mehr. Die Top-Mannschaften sind besser. Die besten norwegischen Teams können das Viertelfinale der Champions League erreichen - mehr aber wohl nicht.

WAZ : Wie groß ist Ihr Fanblock im Stadion?
Hansen : (lacht) Die eine Hälfte des Stadions ist wahrscheinlich für mich, die andere für Stabaek. Nein, aber es kommen sehr viele Freunde und Verwandte: meine Eltern, mein Bruder, Tanten, Onkel, Cousins, Oma...

WAZ : Was vermissen Sie in Deutschland aus Ihrer Heimat?
Hansen : Ich fühle mich hier wohl. Wolfsburg ist klein, aber man hat alles, was man braucht. Natürlich sind meine Freunde weit weg, aber es ist das, was ich wollte. Es ist einfacher, sich wohl zu fühlen, wenn du machst, was du magst. Und Fußball macht mir im Moment sehr viel Spaß.

WAZ : Es gibt viele Experten, die Sie als eine der besten, wenn nicht als beste Fußballerin in den nächsten Jahren sehen - wie gehen Sie damit um?
Hansen : Das stärkt das Selbstbewusstsein. Aber es ist auch eine Motivation, um noch härter zu arbeiten. Solche Aussagen zeigen, dass man bis jetzt viel richtig gemacht hat. Aber ich bin kein Mensch, der sich viele Gedanken darüber gemacht hat, was andere Leute über mein Talent denken. Natürlich wäre es toll, wenn es kommen würde, wie es prophezeit wird. Aber es setzt mich nicht unter Druck. Der einzige Druck, den ich spüre, ist der, den ich mir selbst mache und der, der von meinen Eltern kommt. Ansonsten bin ich entspannt, solange der Trainer mit mir zufrieden ist.

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