Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Unverhofft kommt oft: Lupo II feiert den Titel

Fußball-Bezirksliga Unverhofft kommt oft: Lupo II feiert den Titel

Wolfsburg. Aufstiegsparty Nummer 2! Nachdem vor zwei Wochen die Erstvertretung von Lupo/Martini Wolfsburg den Sprung in die Regionalliga gefeiert hatte, jubelte am Sonntag auch die Reserve der Italiener. In der letzten Bezirksliga-Partie machte das Team von Trainer Babis Cirousse den Durchmarsch in die Landesliga perfekt.

Voriger Artikel
12:0-Sieg! Der ESV II feiert den Titel
Nächster Artikel
EM: VfLer Jan Täger wird Sechster

Wenn nach dem entscheidenden Tor alle Gefühls-Dämme brechen: Bei Lupo/Martini Wolfsburg II entlud sich nach dem goldenen Treffer von Stanislaw Schkurin, der die Meisterschaft brachte, alle Anspannung - die Italiener zogen im letzten Spiel doch noch am SSV Kästorf vorbei.

Quelle: Cagla Canidar

Fünf Minuten vor Ende des Spitzenspiels beim Tabellenführer SSV Kästorf erzielte Stanislaw Schkurin das Tor des Tages, Lupo ließ Kästorf durch das 1:0 noch hinter sich. „Das ist schon unglaublich“, strahlte Giuseppe Giandolfo, als er es sich mit seinen Teamkollegen und Freunden der Mannschaft im Restaurant „La Fontana“ gut gehen ließ. Der kleine Angreifer, mit 34 Jahren der Oldie des Aufsteigers, hat maßgeblich zu den Erfolgen der Zweitvertretung in den vergangenen Jahren beigetragen. In der Saison 2013/14 langte der Angreifer 38 Mal hin, Lupo II wurde in der Kreisliga Vizemeister. Eine Spielzeit später steuerte Giandolfo 32 Treffer zum Bezirksliga-Aufstieg bei. In diesem Jahr rechten seine 22 Tore nicht ganz zur Torjäger-Kanone, er musste Landsmann Toni Renelli (24 Tore) und Malte Leese (23 Treffer), beide vom SSV Kästorf den Vortritt lassen. „Kein Problem, am Ende stand die Mannschaft vorne - und nur das zählt!“, so Giandolfo.

Wie sieht er seine Zukunft, wird er auch in der Landesliga für Lupo II auf Torejagd gehen? „Eigentlich wollte ich aufhören“, gibt der Torjäger zu. „Aber das ist einfach eine tolle Truppe, mit der es richtig Spaß macht.“ Deswegen hat Giandolfo für ein weiteres Jahr zugesagt. Und wo geht die Reise in der Landesliga hin? „Ich bin optimistisch. Platz fünf ist, glaube ich, für uns drin!“, so der Angreifer.

Unterdessen genießt Meister-Trainer Babis Cirousse erst einmal den Moment. Denn ein wenig überraschend kam der Titelgewinn dann doch: „Wir hatten nichts geplant. Deswegen danken wir dem Vorstand, der uns abends noch ins ‚La Fontana‘ eingeladen hat. So ein Gefühl von Verein und Team habe ich noch nie erlebt. Lupo ist Zuhause!“

Auch gestern erreichten Cirousse noch den ganzen Tag über Glückwünsche, das Handy stand nicht still. Seinerseits richtete der Lupo-Coach Dankesworte an Francisco Coppi, „der mich zurückgeholt hat und mir die Chance gegeben hat, hier Trainer zu sein“ und an Trainer-Freund Christian Benbennek, der ab dem Sommer Österreichs Bundesliga-Mannschaft SV Ried coacht: „Er hat für mich beim SSV-Spiel gegen Gamsen zugeschaut und Kästorf perfekt analysiert.“

Kästorf befindet sich dagegen im Tal der Tränen. SSV-Trainer Georgios Palanis, der besonders für Co-Trainer Michael Müller gern Meister geworden wäre, sagte aber: „Wir werden ein neues Kästorf mit jungen Spieler aufbauen.“ Für die nächste Saison ist der SSV natürlich Titel-Favorit.

von Dieter Kracht und Malte Schönfeld

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Fußball-Bezirksliga

Es war das erwartete Spitzenspiel in der Bezirksliga 1 zwischen dem Tabellenersten SSV Kästorf und dem Tabellenzweiten Lupo Martini II. Am Ende sicherten sich die Italiener mit einem knappen 1:0-Auswärtsieg nicht nur den Meistertitel, sondern auch den Aufstieg in die Landesliga.

mehr
Mehr aus Sport in Wolfsburg