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WM-Held Kai Hospelt: „Wir sind noch nicht fertig!“

Eishockey-WM WM-Held Kai Hospelt: „Wir sind noch nicht fertig!“

Eishockey: WAZ-Interview mit dem Wolfsburger, der die Sensation geschafft hat

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Jubel nach dem Tor gegen die Schweiz: Kai Hospelt (r.) am Donnerstagabend mit Philip Gogulla (M.) und Christian Ehrhoff.

WAZ: Wie groß war die Feier nach dem Sieg gegen die Schweiz?
Hospelt: Gar nicht groß. Wir haben in der Kabine ein bisschen gefeiert, sind dann ins Hotel gefahren – und dann ging’s ab ins Bett. Wir haben ja schließlich noch was vor.
WAZ: Wie haben Sie das entscheidende Tor erlebt?
Hospelt: Ich gewinne das Bully nach hinten, Sulzer hält von links drauf, der Torwart lässt prallen – und dann steht Gulli (Anm.: Philip Gogulla) einfach genau richtig und haut ihn rein!
WAZ: Die deutsche Mannschaft kassiert extrem wenig Gegentore. War das von Beginn der WM an die Taktik von Bundestrainer Uwe Krupp?
Hospelt: Das hat sich eher im Laufe des Turniers so entwickelt. Jeder weiß, was er zu tun hat, jeder opfert sich in der Defensivarbeit auf. Dennis Endras im Tor war außerdem ein unglaublicher Rückhalt und in der Anfangsphase gegen die Schweiz der entscheidende Faktor. Und dann kommt halt manchmal das Glück dazu.
WAZ: Das Glück, dass deutsche Mannschaften bei großen Turnieren oft nicht hatten…
Hospelt: …und das wir uns diesmal einfach auch erarbeitet haben.
WAZ: Jetzt geht’s gegen die Russen – hat Deutschland da überhaupt eine Chance?
Hospelt: Eine Chance gibt es immer, gegen jeden Gegner. Wir freuen uns jetzt erstmal, dass wir dabei sind – aber wir sind noch nicht fertig. Russland ist großer Favorit, aber mit diesem Druck müssen die russischen Spieler erstmal klarkommen. Die Schweizer waren gegen uns auch Favorit – und die sind mit dem Druck ganz offenbar nicht klargekommen…
WAZ: Klingt hoffnungsvoll.
Hospelt: Klar, wenn sie einen guten Tag haben, sind die Russen nicht zu schlagen. Aber den müssen sie halt erstmal haben. Wenn nicht, müssen wir da sein. Wir sind mit diesem Turnier noch nicht fertig. Und wir sind eine tolle Truppe – obwohl wir schon so lange aufeinander hocken, ist die Stimmung toll.
WAZ: Das Halbfinale findet jetzt in Ihrer Heimatstadt Köln statt…
Hospelt: Das ist großartig. Immerhin ist das die Halle, in der ich sechs Jahre lang gespielt habe. Familie und Freunde werden da sein, das ist schon etwas Besonderes.
WAZ: Können Sie den historischen Triumph schon begreifen?
Hospelt: Nein, wir sind ja noch im Turnier, fokussieren uns aufs nächste Spiel. Da haben wir gar nicht die Zeit, das alles einzuordnen, was passiert ist. Dazu kommen wir wohl erst nächste Woche.

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