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Trotz Gefängnis-Androhung: Die DEL wirft Kassel raus

Eishockey Trotz Gefängnis-Androhung: Die DEL wirft Kassel raus

Droht der Führung von Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg Gefängnis? So, wie anderen Geschäftsführern von Eishockey-Erstligisten? Gestern warf die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) die Kassel Huskies raus. Zuvor hatte deren kommissarischer Geschäftführer genau das per einstweiliger Verfügung (samt Strafandrohung über eine Geldstrafe von 250.000 Euro oder ersatzweise sechs Monaten Haft) verhindern wollen.

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Kassel hatte jüngst ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Laut DEL-Satzung kann das zum Ausschluss führen. Eine erste Abstimmung der DEL-Gesellschafter konnten die Huskies abbiegen. Gestern der zweite Versuch: Eine Gerichtsvollzieherin sollte den in Köln versammelten Gesellschaftern eine einstweilige Verfügung gegen einen Ausschluss überbringen. Die Klubvertreter entzogen sich der Zustellung und beschlossen, Kassel die Lizenz zu entziehen. EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf wollte sich nicht zu den Vorgängen äußern, stellte aber fest: „Das ist alles nicht toll.“
Kassel ließ verlauten, man werde Bestrafungsantrag wegen Missachtung der einstweiligen Verfügung stellen. Die DEL-Gesellschafter gehen offenbar davon aus, dass die Verfügung nicht ordnungsgemäß zugestellt wurde. Und dass sie im Recht sind. Ein Rechtsstreit ist zu erwarten.
Der Insolvenz-Passus in der Satzung soll verhindern, dass Klubs Schulden per Insolvenz loswerden. „Es geht um die Sicherstellung eines wirtschaftlich und sportlich fairen Wettbewerbs“, so der stellvertretende DEL-Aufsichtsrats-Chef Wilfrid Fabel.
Die Liga hat nur noch 14 Klubs. Eine nachträgliche Lizenzierung von Zweitligist München (Frist versäumt) wurde gestern vertagt.

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