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Fliegauf: „Fünf Russen sind so teuer wie die gesamte DEL“

WAZ-Interview Fliegauf: „Fünf Russen sind so teuer wie die gesamte DEL“

Der EHC-Manager über die WM und das deutsche Eishockey

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WAZ: Wie viele WM-Spiele haben Sie gesehen?
Fliegauf: Eigentlich fast alle. Nur am letzten Donnerstag hab’ ich einen Abstecher in die Heimat gemacht. Da fielen für mich Hochzeitstag und Vatertag auf einen Tag.

WAZ: Wie sehen Sie das Turnier und das Abschneiden der deutschen Mannschaft bisher?
Fliegauf: Ich denke, wir sehen insgesamt ein gutes Niveau und eine gute deutsche Mannschaft. Gegen Weißrussland war’s am Sonntag zwei Drittel lang schwierig, da steckte noch die Partie gegen die Russen vom Tag zuvor in den Knochen. Am Ende gab es einen Punkt, damit muss man dann mal zufrieden sein. Im dem Spiel jetzt muss sowieso ein Sieg gegen die Slowaken her.

WAZ: Ist das der deutschen Mannschaft zuzutrauen?
Fliegauf: Die Auftritte bisher waren sehr ordentlich – aber es kommt eben wie so oft darauf an, die richtigen Spiele zu gewinnen. Mit einem Sieg gegen die Slowakei wäre das Viertelfinale erreicht, das wäre ein ganz, ganz großer Erfolg. Dass es auch ganz anders laufen kann, mussten die USA erleben, die sich plötzlich in der Abstiegsrunde wiederfanden.

WAZ: Wie sehen Sie die Leistungen von EHC-Stürmer Kai Hospelt bisher?
Fliegauf: Kai spielt eine sehr ordentliche WM, wird oft für Spezialaufgaben eingesetzt, ist bei Unterzahl fast immer auf dem Eis – dafür hat ihn Bundestrainer Uwe Krupp auch geholt. Ich habe auch mit Krupp über Kai gesprochen, er ist sehr zufrieden mit ihm.

WAZ: Für Christopher Fischer war’s enttäuschend, er flog kurzfristig aus dem Kader.
Fliegauf: Christopher war gerade bei mir, er ist natürlich niedergeschlagen. Für ihn ist es sehr schade, aber ich habe ihm gesagt: Dass du so weit gekommen bist, muss ein Ansporn für dich sein. Seine Entwicklung insgesamt ist ja sehr, sehr gut.

WAZ: Die WM-Hallen sind nicht immer voll, nicht alle Teams haben ihre Top-Stars dabei…
Fliegauf: Eine WM im Olympia-Jahr ist immer etwas schwierig, auch von der Motivation her. Olympia ist halt doch ein besonderes Highlight. Aber wenn man zum Beispiel die Russen sieht, das ist schon eine Klasse-Mannschaft.

WAZ: Die Russen hatten ja auch das Glück, dass ihre Topspieler in den NHL-Playoffs mit ihren Teams früh ausgeschieden sind – deswegen sind Stars wie Ovechkin oder Datsyuk dabei…
Fliegauf: Das stimmt. Beim Spiel der Russen gegen Dänemark saß ich neben DEL-Chef Gernot Tripcke. Da haben wir gescherzt: Die fünf Russen, die da beim Powerplay auf dem Eis sind, sind so teuer wie die gesamte DEL. Wenn man die Etats aller DEL-Klubs zusammennimmt, kommt das ungefähr hin.

WAZ: Haben Sie mit Gernot Tripcke auch mal durchgezählt, wie viele DEL-Teams in der nächsten Saison dabei sind, nachdem einige Klubs wohl keine Lizenz bekommen?
Fliegauf: Es gibt in der Tat ein paar Wackelkandidaten, das ist für die Außendarstellung nicht so gut. Bei Kassel und München sieht es so aus, dass sie nicht dabei sind. Bei Köln und Frankfurt bin ich optimistisch, die sind wohl dabei.

WAZ: Das wären dann 14 Teams.
Fliegauf: Ich wünsche niemandem den Ausschluss, aber 14 wäre eine sehr gute Zahl. Da kann man eine vernünftige Doppelrunde spielen.

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