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Auch Mörse hat sein „Feierbiest“

Wolfsburger Streifzug Auch Mörse hat sein „Feierbiest“

Ein Kreisliga-Meister, dem auch im Feiern keiner das Wasser reichen kann, ein Eisenbahner unter Volldampf und ein Trainer im Prüfungsstress – der Wolfsburger Fußball-Streifzug.

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Gemessen an den Zielen zu Saisonbeginn, war Platz acht am Ende kein Grund, um in Jubelarien auszubrechen. Trotzdem ließ es sich Bezirksoberligist SSV Vorsfelde natürlich nicht nehmen, die Saison mit einer Abschlussfeier im Vereinsheim ausklingen zu lassen. Die wurde dann auch gleich genutzt, um zwei Spieler zu verabschieden. Sören Teichmann und Sebastian Lütke wechseln zum Bezirksligisten VfR Eintracht Nord. Die Abgänge von Frederik Krieger (VfB Fallersleben) und Yavuz Ögüt sind offenbar ebenfalls fix. Und auch die Suche nach Neuzugängen nimmt wohl nochmal Fahrt auf. Trainer Holger Ballwanz’ Prioritäten: „Ein Mann für die Sechserposition und wenn möglich noch ein Stürmer.“

Den Kreisliga-Titel hatten sie schon seit zwei Wochen in der Tasche. Die große Sause gab’s bei der TSG Mörse aber erst Sonntag nach dem Heimspiel gegen den SV Brackstedt – mit allem, was dazu gehört. Das Weizenbier brachten die Spielerfrauen ganz stilecht in bayerischen Dirndls auf den Platz. Eine große Spieler-Raupe sowie eine Sekt- und Bierdusche für Trainer Uwe Otto durften unter den Augen von 300 Zuschauern natürlich nicht fehlen. Sogar von Gegner Brackstedt gab’s ein Meister-Geschenk. „Eine tolle Geste“, fand TSG-Betreuer Marcel Funicelli. Bis 22 Uhr wurde auf und am Sportplatz gefeiert. Dann ging’s weiter beim Sponsor Publicum in Fallersleben, wo sich laut Funicelli vor allem Keeper Dominique Dolata als echtes „Feierbiest“ entpuppte. „Dem konnte keiner das Wasser reichen.“

Wohl dem, der einen August Wolter, Spielertrainer des ESV Wolfsburg II, in seinem Verein hat. Weil Not am Mann war, standen er und André Pischke (beide Altliga-Spieler) am Sonntag gleich dreimal auf dem Platz. Um zehn Uhr kickten sie mit den Altherren beim SV Reislingen/ Neuhaus, um 13 Uhr mit der Reserve gegen Nordsteimke II und um 15 Uhr mit der Erstvertretung der Eisenbahner in Ehmen. „So bleibt man jung“, meinte Wolter zu seinem Marathonprogramm. Dabei rief zwischendurch auch noch die Arbeit. „Ich hatte Notdienst, musste bei den Altherren zur Halbzeit weg und nach Helmstedt fahren“, so Wolter, der nicht nur bei den Eisenbahnern spielt, sondern auch noch bei der Bahn angestellt ist.

Jetzt hat auch die DJK Wolfsburg den Meistertitel unter Dach und Fach. Für Spieltrainer Bruno Akrapovic war es der fünfte Aufstieg seiner Karriere (VfL Wolfsburg, TeBe Berlin, Kickers Offenbach, SSV Vorsfelde). Viel Zeit, den Erfolg zu genießen, bleibt ihm jedoch nicht. Im Oktober steht die Prüfung zum Fußball-Lehrer an. Bis dahin heißt es: büffeln, büffeln, büffeln. „Nicht ganz so einfach, wenn man das nicht mehr gewohnt ist. Das dauert, bis man wieder ein bisschen Hornhaut am Hintern hat“, so Akrapovic schmunzelnd. Mit dem Trainerschein in der Tasche werden sich für den Bosnier freilich ganz neue Möglichkeiten ergeben. Ob er der DJK auch in die Kreisliga folgt, steht daher „noch in den Sternen“.

api

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