Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Tore, Punkte, Fairplay: Rekorde der VfL-Frauen

Frauenfußball-Bundesliga Tore, Punkte, Fairplay: Rekorde der VfL-Frauen

Meister, Champions-League-Sieger und einige Zuschauer-Rekorde - hinter den VfL-Fußballerinnen liegt eine bärenstarke Saison. Beim Blick in die Statistiken fällt aber noch so manch interessante Notiz auf.

Voriger Artikel
Knipphals nominiert
Nächster Artikel
Conny Pohlers: „Wenn die Zweite mich braucht, springe ich ein“

Lasst euch drücken! VfL-Trainer Ralf Kellermann und seine Spielerinnen brachen Rekorde und stellten Bestmarken auf.

Quelle: imago sportfotodienst

So gut wie noch nie

Im Vergleich mit der Triple-Saison hat der VfL diesmal zwar einen Pokal weniger gewonnen, war in der Bundesliga aber so gut wie noch nie. 55 Punkte gab‘s, in den beiden Jahren zuvor waren es jeweils 53. Zudem gab es jetzt weniger Niederlagen (nur eine!) als vor einem Jahr, gleich viele Gegentore und eine deutlich bessere Auswärtsbilanz.

„Wir haben definitiv zugelegt, waren dominanter und variabler. Das ist ein Schritt nach vorn“, so Trainer Ralf Kellermann. „Wir haben alle Spiele gegen die Teams ab Platz sechs abwärts gewonnen. Das ist die Qualität, uns auf unsere Hausaufgaben zu konzentrieren.“

Immer Müller, oder was?

An Martina Müller führte einfach kein Weg vorbei. Beste Bundesliga-Torschützin des VfL, die meisten Buden aller Spielerinnen in der Champions League - und: Sie war die einzige Wolfsburgerin, die in allen 22 Ligaspielen zum Einsatz kam! Zudem hat sie beide Pokal-Spiele bestritten und nur eine Champions-League-Partie (Heimspiel gegen Pärnu) verpasst. „Sie hat körperlich in dieser Saison noch einmal zugelegt. Sie war extrem fit und immer auf einem hohen Level“, lobt Kellermann.

Die VfL-Baller-inas

68 Tore in der Bundesliga - nur Frankfurt hatte mehr. 45 Treffer in der Champions League sind ein neuer Rekord. Und 95 Torschüsse in der Königsklasse sind mit Abstand Spitze. „Wir waren sehr offensiv ausgerichtet. Das kam aber auch dadurch, dass wir unser Spiel umgestellt und mehr Ballbesitz hatten“, erklärt Kellermann, der auch mit der Verteilung der Tore im Kader fast zufrieden war: „Dass Selina Wagner sechs Treffer hat, Verena Faißt vier und wir drei Spielerinnen unter den Top Zehn der Torjägerinnen-Liste stellen, nimmt etwa Martina Müller den Druck, alles machen zu müssen. Wir sind schwerer auszurechnen, wenngleich Poppi öfter hätte treffen müssen und auch bei Standards vor allem von Nilla Fischer noch mehr Tore drin sind.“

Triumphe ohne Tritte

Der VfL ist die mit Abstand fairste Mannschaft der Bundesliga: nur 14 Gelbe Karten und kein Platzverweis. Die Nummer 2 in der Rangliste ist Duisburg und hat schon 25 Verwarnungen. „Diesen Preis wollte ich nie haben“, sagt Kellermann schmunzelnd. „Aber es spricht wohl auch für die Qualität, dass die gesamte Mannschaft ohne Fouls verteidigt.“ Gezittert habe er nur um Lena Goeßling, die sich vier Spieltage vor Schluss ihre vierte Gelbe Karte abgeholt hatte und mit einer weiteren gesperrt gewesen wäre.

Bum-Bum-Joker

Ihre letzte Saison erlebte Conny „Bum-Bum“ Pohlers als Joker. Die zweitbeste Torschützin der Frauenfußball-Bundesliga-Geschichte wurde 18 Mal eingewechselt, einmal aus dem Spiel genommen. Und bestritt eine Partie über 90 Minuten. Vier ihrer sechs Saisontore erzielte sie als Joker. „Conny ist unzufrieden, wenn sie nicht spielt und sie zeigt es auch. Aber weil sie ihre Rolle komplett akzeptiert und die Mannschaft gepuscht hat, hat sie einen großen Anteil an der guten Stimmung im Team“, lobt Kellermann.

rs

Voriger Artikel
Nächster Artikel