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Start-Krise: Drei Fragenan den Triple-Sieger

Frauenfußball Start-Krise: Drei Fragenan den Triple-Sieger

Zwei Siege, zwei Punkte - der Saisonstart für den Meister, Pokalsieger und Champions-League-Gewinner ist nicht optimal verlaufen. Zudem spielt der VfL auch noch nicht so wie gewünscht. Allerdings ist das Feld in der Frauenfußball-Bundesliga so eng beieinander wie noch nie. Wie die Lage ist, erklärt Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann der WAZ. Drei Fragen an den Triple-Sieger...

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Es läuft noch nicht beim Triple-Sieger: Der VfL (M. Lina Magull) zeigt noch nicht das, was sich auch Coach Ralf Kellermann (l.) von seiner Mannschaft wünscht.

Quelle: Photowerk (bb)/CP 24

Was stimmt noch nicht?

1:1 gegen die Bayern, 1:1 in Jena - kein Start nach Maß. „Wir sind sehr enttäuscht“, sagt Kellermann nach dem zweiten Saisonspiel ohne Sieg - und erklärt: „Wir hatten eine schwierige Vorbereitung, die Nationalspielerinnen sind spät dazugekommen. Außerdem hatten wir einiges Verletzungspech.“ Allerdings gelte das nicht allein als Ausrede. „Unser Kader ist trotzdem gut genug bestückt, um in Jena zu gewinnen.“ Viel mehr spiele man noch nicht den Fußball, den sich der Trainer wünscht: „Wir müssen besser nach vorn spielen, dominanter werden. Wir sind phasenweise zu unruhig.“ Panikmache gelte aber nicht. Kellermann: „Ich bin positiv gestimmt, dass wir das hinbekommen. Ich denke, wir brauchen als Mannschaft noch zwei, drei Wochen, um richtig in Tritt zu kommen. Wir müssen nur kontinuierlich weiterarbeiten.“

Ist die Liga so eng wie nie?

Nach zwei Spieltagen hat keine Mannschaft sechs Punkte auf dem Konto. Das gab es in der Geschichte der Frauenfußball-Bundesliga noch nie! Favoriten wie der VfL, Potsdam (beide 1:1 gegen Jena) und Frankfurt (1:1 gegen Essen) patzten. „Natürlich haben viele Nationalspielerinnen der großen Vereine noch Nachholbedarf. Aber für mich ist das eher ein Zeichen, dass die Liga ausgeglichener ist“, sagt Kellermann. „Man kann sich nicht mehr sicher sein, dass man irgendwohin fährt und gewinnt.“ Angesichts der eigenen Formschwäche kommt Kellermann die Lage der Liga ganz entgegen. Schmunzelnd meint er: „Es ist ganz erfreulich, dass sich da oben keine Mannschaft abgesetzt hat.“

Wo steht jetzt der VfL?

Den Start etwas verpatzt - aber Kellermann sagt ganz klar: „Das ist keine Katastrophe.“ Dass der Erfolgsdruck steigt, ist ihm dennoch bewusst: „Uns fehlen zwei Punkte, wir hätten uns mit einem Sieg in Jena oben festsetzen und eine gute Ausgangsposition schaffen können.“ Der Coach fordert: „Nach der Länderspielpause müssen wir Siege einfahren und eine Serie starten. Wenn man gegen die kleineren Mannschaften nicht gewinnt, muss man sich die Punkte eben gegen die Spitzenteams zurückholen.“

rs

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