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Siegtorschützin Popp: „Das Ding fliegt genau auf meine Birne...“

Frauenfußball-Bundesliga Siegtorschützin Popp: „Das Ding fliegt genau auf meine Birne...“

Was für eine geile Popp-Show! VfL-Trainer Ralf Kellermann bezeichnete die Matchwinnerin des Meisterschaftsfinals als „beste Stürmerin Europas“. Der Siegtreffer gegen Frankfurt war auf jeden Fall eines der wichtigsten Tore in der Karriere von Alexandra Popp. Wie es zustande kam, schilderte die gebürtige Wittenerin WAZ-Sportredakteur Robert Schreier in bestem Ruhrpott-Slang.

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Alexandra Popp im WAZ-Gespräch über ihr entscheidendes Tor zur Meisterschaft.

Quelle: Hay/Citypress24

WAZ : Lange lag der VfL in Führung, dann acht Minuten vor Schluss der Rückschlag. Haben Sie beim 1:1 noch dran geglaubt?
Popp : Das war ein echtes Sch...-Ding. Lulle Wensing hatte den Ball, hatte ihn doch nicht. Im ersten Moment dachte ich: So ein Mist! Aber irgendwie wusste ich, dass da noch was geht. Wir mussten ja auch. Mit dem Unentschieden waren wir ja nicht zufrieden. Wir wollten Meister werden.

WAZ : Kurz vor Ihrem Siegtor hatten Sie richtig starke Schmerzen ...
Popp: Ja, Frankfurt hat den Ball weggeschossen, ich wollte ihn so wie ein Torwart fangen und hab‘ mir dabei echt am Knie wehgetan. Aber ich dachte mir: sch... egal, was da jetzt kaputtgeht! Wir brauchen doch noch dieses Tor.

WAZ : Dann humpelten Sie in den Strafraum und stiegen am höchsten...
Popp : Eigentlich war ich gar nicht auf meiner festgelegten Position. Aber ich habe beim Freistoß von Stephi Bunte gesagt: Egal, wo dieser Ball hinkommt, da gehe ich auch hin.

WAZ : Es hat perfekt geklappt!
Popp : Dass das Ding genau auf meine Birne fliegt und ich es so genial treffe, war einfach ein Traum. An die Sekunden danach kann ich mich gar nicht mehr richtig erinnern. Es war nur ziemlich laut...

WAZ : Was bedeutet es Ihnen, dass Sie das Siegtor zur Meisterschaft erzielt haben?
Popp : Geil ist das schon, aber ich hätte mich genauso gefreut, wenn‘s Lulle oder jede andere gewesen wäre. Lulle hat sich 120 Mal bedankt, dass ich es noch geschaukelt habe. Dabei hält sie für uns immer sonst was dazwischen, damit wir Erfolg haben.

WAZ : Dass der VfL am letzten Spieltag erstmals an der Tabellenspitze steht, ist Ihnen nicht peinlich?
Popp : Gutes Timing, ne?! Deshalb bin ich auch so stolz, in dieser Mannschaft zu spielen: Jede von uns ist hungrig auf Titel. Dieser Wille ist unglaublich.

rs

Sie haben es schon wieder getan! Die VfL-Fußballerinnen haben am Sonntag ihren fünften Titel gewonnen. Sie haben es wieder unheimlich spannend gemacht. Und sie haben dabei wieder Rekorde gebrochen.

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Finale: Was für ein Krimi

Der VfL ist Meister! Das spannende Finale in der Frauenfußball-Bundesliga im Spielfilm:

16.: Es läuft! Lena Goeßling schiebt den Ball auf Verena Faißt durch, deren Schuss wird durch die Ex-Wolfsburgerin Peggy Kuznik leicht abgefälscht – 1:0 für den VfL.
20.: Glück gehabt! Lira Alushi trifft das leere Wolfsburger Tor nicht.
45.+1: Pech gehabt! VfL-Kapitänin Nadine Keßler trifft aus 18 Metern nur die Latte des Frankfurter Tores.
49.: Teamwork! Gemeinsam kratzen Josephine Henning, Nadine Keßler und Torhüterin Almuth Schult den Ball von der Linie.
75.: Glanztat! VfL-Keeperin Schult wehrt einen Kopfball von Kerstin Garefrekes bärenstark ab.
82. : Schock! Kozue Ando schießt aus 14 Metern, Luisa Wensing versucht zu klären, der Ball landet im VfL-Tor – jetzt wäre Frankfurt Meister.
89.: Wahnsinn! Nach einem Foul an Keßler serviert Stephanie Bunte den Freistoß auf den Kopf von Alexandra Popp – 2:1, der VfL ist Meister!

VFL WOLFSBURG – 1. FFC Frankfurt 2:1 (1:0)
Zuschauer: 12.464 – Schiedsrichterin : Biehl (Siesbach)
VfL: Schult – Wensing, Henning (68. Hartmann), Fischer, Bunte – Goeßling (85. Pohlers), Keßler – Blässe, Faißt(78. Maritz) – Popp, Müller. Gelb : Blässe.
FFC: Schumann – Schmidt, Kuznik, Laudehr, Crnogorcevic (29. Huth) – Behringer – Garefrekes, Marozsán, Ando, Alushi (80. Garciamendez) – Sasic. Gelb : Schmidt, Sasic, Laudehr, Marozsán.
Tore: 1:0 (16.) Faißt, 1:1 (82.) Ando, 2:1 (89.) Popp.

rs

Diese Mädels können nicht nur besser Fußball spielen als alle anderen, sie können auch am besten feiern! Nach dem 2:1 im Meisterfinale startete der Party-Marathon des VfL Wolfsburg.

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Sie haben es schon wieder getan! Die VfL-Fußballerinnen haben am Sonntag ihren fünften Titel gewonnen. Sie haben es wieder unheimlich spannend gemacht. Und sie haben dabei wieder Rekorde gebrochen. Nach dem 2:1-(1:0)-Sieg gegen den FFC Frankfurt durfte Wolfsburgs Kapitänin Nadine Keßler zum zweiten Mal die Meisterschale nach oben stemmen. Und das, obwohl der VfL in dieser Saison genau einmal auf dem ersten Tabellenplatz stand - am Ende!

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