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Roy Präger: „Ein riesiges Dankeschön für jede Spende, für jeden Euro“

Krzysztof-Nowak-Stiftung Roy Präger: „Ein riesiges Dankeschön für jede Spende, für jeden Euro“

Der VfL Wolfsburg und die Krzysztof-Nowak-Stiftung sind ganz eng miteinander verbunden – was lag also näher, als das dreiköpfige Stiftungs-Kuratorium in der VW-Arena zu treffen. WAZ-Sportredakteur Andreas Pahlmann sprach mit Wolfgang Hotze, Reiner Müller und Roy Präger (v. l.).

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WAZ-Sportredakteur Andreas Pahlmann (l.) traf das Stiftungs-Kuratorium: Wolfgang Hotze (2.v.l.), Reiner Müller (3.v.l.) und Roy Präger.

Quelle: Pia Pahlmann

WAZ : Was hat die „Ice Bucket Challenge“ der Nowak-Stiftung gebracht?
Müller : Nicht nur Spenden, sondern vor allem auch viel Aufmerksamkeit. Viele Menschen können jetzt mit dem Begriff ALS etwas anfangen...
Präger: ...und viele jüngere VfL-Fans wissen jetzt auch mehr über Krzysztof Nowak, den sie vielleicht vorher nur dem Namen nach kannten.

WAZ : Die finanziellen Möglichkeiten der Stiftung haben sich verbessert...
Präger : Und dafür wollen wir an dieser Stelle mal ein riesiges „Dankeschön“ loswerden - für jede Spende, für jeden Euro, für jeden, der die Ice Bucket Challenge gemacht hat, für jeden, der eine Idee hatte. Gerade waren erst zwei Jungs da, die haben auf ihrem Geburtstag Geld eingesammelt und wollten es mir unbedingt persönlich bringen. So was ist toll.

WAZ : Hat Sie die große Aufmerksamkeit überrascht?
Müller : So richtig ging das nach der „Doppelpass“-Sendung Ende August los, als dort auf die Nowak-Stiftung hingewiesen wurde.
Präger : Davor hatten aktuelle und ehemalige Bundesliga-Profis schon bei ihrer Ice Bucket Challenge dafür gesorgt, dass die Stiftung noch bekannter wird, Bastian Schweinsteiger und Christoph Metzelder waren wohl die Ersten. Beide haben ja Krzysztof noch als Spieler erlebt.

WAZ : Die Nowak-Stiftung weist immer darauf hin, dass bei Spenden das Wort „Zustiftung“ im Verwendungszweck stehen soll. Was hat es damit auf sich?
Hotze : So erhöhen wir das Stiftungs-Vermögen, das dann Kapitalerträge abwirft - und aus diesen Erlösen helfen wir Betroffenen. So ist der Bestand der Stiftung auf Dauer gesichert. Das macht uns auch zeitlich etwas unabhängiger, denn Spenden müssen innerhalb einer bestimmten Frist verwendet werden.

WAZ : Spendenquittungen gibt‘s trotzdem?
Hotze : Ja, aber nötig sind die erst ab 200 Euro - darunter reicht der Kontoauszug.

WAZ : Wie läuft die Hilfe für Betroffene ab?
Präger : Wir bekommen Anfragen, Anträge. Die schauen wir durch und entscheiden dann gemeinsam, wo und wie wir helfen können .
Hotze: Gut ist es immer, wenn es konkrete Projekte gibt, die wir unmittelbar unterstützen können.
Präger : Eine Wohnung rollstuhlgerecht umbauen etwa, das kostet Geld, da können wir helfen. Neulich hatten wir einen Fall, da musste schnell ein Treppenlift her. Mit unserer Hilfe war das dann innerhalb von drei, vier Wochen möglich.

WAZ : Klingt nach kurzen Entscheidungswegen...
Hotze : Ja, da haben wir den Vorteil, dass wir eine sogenannte „unselbstständige Stiftung“ sind, die sich mithilfe des Stiftungsservice der Deutschen Bank organisiert. Dadurch brauchen wir keinen Vorstand und quasi keine Mitarbeiter, viele Formalitäten nimmt uns die Bank ab.
Müller : Und wir müssen uns auch nicht für jeden Einzelfall zusammensetzen, da reicht dann manchmal ein kurzer Hinweis oder ein Anruf.

apa

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