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Rassismus-Vorwurf: Der DFB ermittelt!

Frauenfußball Rassismus-Vorwurf: Der DFB ermittelt!

Der Rassismus-Vorwurf von Turbine Potsdam an den VfL und die Ausraster der im Topspiel der Frauenfußball-Bundesliga vom Platz gestellten Stürmerin Genoveva Anonma beschäftigen ab heute den DFB-Kontrollausschuss. In der Woche des Champions-League-Finals wollen sich die Wolfsburger aber nicht von dem Skandal ablenken lassen.

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Rot gegen Potsdam-Stürmerin Anonma: Was davor und danach passierte, beschäftigt jetzt den DFB-Kontrollausschuss.

Quelle: Photowerk (bb)

Die Potsdamerin Anonma hatte am Freitagabend die Rote Karte gesehen, nachdem sie der Wolfsburger Bank den Mittelfinger gezeigt hatte. Nach dem Spiel gab die Afrikanerin an, dass sie von dort aus rassistisch beleidigt worden sei. Turbine-Trainer Bernd Schröder machte die Vorwürfe öffentlich. Nach WAZ-Informationen will Anonma den Ausspruch „scheiß Schwarze“ gehört und ihn VfL-Trainer Ralf Kellermann zugeschrieben haben. Der ist von den Anschuldigungen entsetzt und bestreitet sie entschieden.

Ab heute ermittelt in der Sache der DFB. „Der Kontrollausschuss wird den Bericht der Schiedsrichterin abwarten und mit Beginn der neuen Woche die Umstände prüfen, die im Zusammenhang mit dem Platzverweis der Spielerin stehen“, sagte Dr. Anton Nachreiner, Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses, auf WAZ-Anfrage.

Unstrittig ist, dass die VfL-Verantwortlichen kurz vor der strittigen Szene nach einem Foul von Anonma gegen die Wolfsburgerin Noelle Maritz „emotional reagiert“ (Kellermann) haben. Es sei auch etwas zu Anonma gesagt worden. Eine Beleidigung sei es nach Zeugenaussagen aber nicht gewesen. Das Schiedsrichterinnen-Gespann hat so etwas offenbar auch nicht wahrgenommen. Sonst hätte es Strafen gegen die Wolfsburger aussprechen müssen.

Kellermann bemüht sich unterdessen, den Ärger von seinen Spielerinnen fernzuhalten: „Kalt lässt uns das Thema natürlich nicht. Aber es darf unsere Vorbereitung auf das Finale am Donnerstag nicht beeinträchtigen.“

rs

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