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Rassismus-Affäre um Anonma: VfL erhöht Aufklärungs-Druck

Frauenfußball Rassismus-Affäre um Anonma: VfL erhöht Aufklärungs-Druck

Der Champions-League-Titel, die Rückkehr in den Kampf um die Meisterschaft: Die aktuellen sportlichen Erfolge des VfL überdecken das unangenehmste Thema im Frauenfußball dieser Wochen. Doch die Affäre um die Potsdamer Rassismus-Vorwürfe ist noch lange nicht beendet - und das wollen die Wolfsburger auch nicht.

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Noch laufen die Ermittlungen: Potsdams Anonma hatte in Wolfsburg wegen Unsportlichkeiten Rot gesehen und behauptet, beleidigt worden zu sein - Röttgermann (r.) will das Thema aufgeklärt sehen.

Der DFB bestätigte gestern auf WAZ-Nachfrage: „Der Kontrollausschuss ermittelt noch in dieser Sache.“ Es geht um die Vorwürfe von Turbine Potsdam, VfL-Trainer Ralf Kellermann habe deren Stürmerin Genoveva Anonma rassistisch beleidigt. Längst haben alle ihre Stellungnahmen eingereicht. Die Potsdamer formulierten ihre Anschuldigungen (Trainer Bernd Schröder: „Die Wahrnehmung unserer Spielerin ist vorrangig“), der VfL weist diese entschieden zurück - und wird nach WAZ-Informationen von den Berichten des unparteiischen Schiedsrichterinnen-Gespanns entlastet.

Aktuell deutet nichts auf eine Verurteilung des VfL hin. Allerdings droht bei einer Einstellung des Ermittlungsverfahrens ein fader Beigeschmack für Kellermann. Die Wolfsburger Verantwortlichen befürchten, dass nach außen der Eindruck entstehen könnte, es hätte nur an Beweisen gemangelt, um eine Verurteilung auszusprechen. Zumal sich der DFB offenhält, ob er die Ergebnisse und Verläufe des Verfahrens veröffentlicht. Daher fordert Kellermann deutlich: „Ich möchte, dass das in vollem Umfang aufgeklärt wird.“

Am einfachsten könnte das in den Augen des VfL nach wie vor Turbine machen. Doch aus Potsdam ist nach den harten Vorwürfen inzwischen gar nichts mehr zu hören. „Es ist eine Unverschämtheit, wie Potsdam mit diesem Thema umgeht“, sagt VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann. „Wir warten nach wie vor auf eine Entschuldigung.“

rs

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