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Oparanozie: Aus Nigeria über Russland zum VfL

Frauenfußball Oparanozie: Aus Nigeria über Russland zum VfL

Auf dem Platz ist sie durchsetzungsfähig, eine Vollblutstürmerin - runter vom Rasen wirkt Desire Oparanozie schüchtern, was ihre leise Stimme zu unterstreichen scheint. Doch die neue Stürmerin des VfL Wolfsburg, die in ihrer Heimat Nigeria schon ein Star ist, weiß, was sie will.

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Neu beim VfL: Desire Oparanozie.

Quelle: Boris Baschin

Für sie hat sich mit dem Wechsel vom russischen Klub FK Rossiyanka zum VfL Teil eins ihres Traums erfüllt. „Seit ich Fußball spiele“, sagt sie, „wollte ich unbedingt nach Deutschland. Hier wird mit der beste Fußball gespielt.“

Ein Auto hat sie nicht, sie wohnt in de Nähe des VfL-Stadions, geht zu Fuß zum Training. Zu anderen Terminen nehmen ihre Kolleginnen sie oft mit. Oparanozie begeistert: „Meine Mitspielerinnen sind alle total nett.“ In Russland war „Rassismus ein Problem“, sagte sie in einem Interview in ihrer Heimat und bestätigt in Wolfsburg: „Im Training habe ich gehört, wenn komisch geredet wurde und man hat es an den Blicken gesehen. Auch in der Stadt.“

Im Training beim VfL sei es „hart“, aber das überrasche sie nicht: „Ich hatte ja schon deutsche Trainer“. Achim Feifel in Russland und Thomas Obliers in Nigerias Nationalteam. Vom VfL kennt sie viele Mitspielerinnen. Von der U-20-WM und der Frauen-WM in 2011 - jeweils spielte sie auch gegen Deutschland mit.

Die Stürmerin hat sechs Geschwister und eine strenge Mutter. Die war strikt gegen Fußball. Schlug auch schon mal zu, wenn ihre Tochter mal wieder vom Fußball kam. Mit Ausreden stahl sich Oparanozie wieder zum Training. Ihr größter Moment: „Mein Tor im Viertelfinale der U-20-WM in Japan in der Verlängerung.“

Fufu vermisst sie, ein traditionelles afrikanisches Gericht. Heimweh hat sie. Ab und an. Natürlich. Ihr größtes Hobby deshalb: Skypen mit der Familie. Während sie ihren Traum lebt: „Bundesliga spielen, mit Wolfsburg den Titel verteidigen“ - so soll er weitergehen.

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