Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Nach Schmerz: Zum Fest kann Tuccio lächeln

Vorsfelder Landesliga-Fußballer trotz Armverletzung froh Nach Schmerz: Zum Fest kann Tuccio lächeln

Es war der 29. November, ein regnerischer Nachmittag, da schien das Jahr für Rocco Tuccio gelaufen. Er war auf den Rasen gekracht, schrie, hatte sich schwer die Schulter verletzt. Der Landesliga-Fußballer des SSV Vorsfelde machte sich Sorgen. Um die Folgen, um seine Ausbildung. Aber: Alles wird gut.

Voriger Artikel
MTV: Zwei wichtige Siege im Abstiegskampf
Nächster Artikel
Budenzauber 2015: FC siegt gegen SSV

Können wieder lächeln: Rocco Tuccio (r.) muss den rechten Arm lange schonen, beim Packen der Geschenke half Freundin Vanessa.

Quelle: Foto: Braun

Die Chefin steht hinter ihm, die Operation der Schultereckgelenk-Sprengung ist gut verlaufen. Weihnachten kann kommen, auch wenn es mit dem Einpacken der Geschenke ohne Hilfe nicht hinhaut.

„Das war ein schlimmer Tag“, erinnert sich der Offensivmann an den 29. November. Erst hatte er gegen Hillerse das 1:0 erzielt, sich bei seinem Vater Serafino, mit dem er morgens noch über seine eigene Form gesprochen hatte, am Spielfeldrand bedankt. Wenig später gab es einen groben Einsatz eines Gegenspielers, Tuccio landete krachend auf der rechten Schulter. Er litt Höllenschmerzen.

Schulter kaputt! Kann ich je wieder spielen, was sagt meine Chefin, was wird aus meiner Ausbildung? Das waren seine Sorgen. Tuccio ist im zweiten Ausbildungsjahr zum Einzelhandelskaufmann im Vini D‘Italia. Inhaberin Eleonora Marrone war bestürzt von der Nachricht. Sie fühlte mit. Dass er jetzt im Geschäft fehlt, sei Nebensache: „Hauptsache, er wird wieder gesund und ist bald wieder der alte.“ Gerade jetzt ist extrem viel zu tun. „Das Telefon klingelt ohne Unterlass, es gibt viel zu verpacken, das tut mir in der Seele weh, dass ich nichts machen kann“, sagt der Fußballer, dessen Arm für viele Wochen ruhiggestellt ist.

„Er fehlt uns sehr“, sagt Marrone. „Auch menschlich. Schön, dass er trotzdem regelmäßig vorbeischaut.“ Sie lobt: „Im Sport ist er gut, aber als Auszubildender noch besser.“

Die Chefin steht hinter ihm, keine Sorge um die Ausbildung: Fußball wird er weiter spielen können. Und das will er auch („Ohne könnte ich nicht leben“). Spätestens beim Einpacken der Weihnachtsgeschenke gemeinsam mit Freundin Vanessa wurde ihm klar: „Das Weihnachtsfest ist doch nicht verdorben.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport in Wolfsburg