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Knipphals zweimal Vierter: „Mehr war nicht drin“

Leichtatheltik-Meisterschaften Knipphals zweimal Vierter: „Mehr war nicht drin“

Vier gewinnt? „Vier gewinnt eher nicht“, meinte Sven Knipphals schmunzelnd und nahm seine Ergebnisse bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm mit Humor. Über 100 und 200 Meter wurde der Top-Sprinter des VfL Wolfsburg jeweils undankbarer Vierter.

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Das schnellste deutsche 100-Meter-Rennen aller Zeiten: Sven Knipphals (links) wurde Vierter, Julian Reus (r.) gewann in 10,01 Sekunden vor dem zeitgleichen Lucas Jakubczyk (Nr. 122) und Aleixo Platini Menga (Nr. 716) - allerdings mit zu viel Windunterstützung.

Quelle: Imago 17075939

Besonders bitter war‘s über 100 m, eine Hundertstel fehlte zu Bronze. Der Wattenscheider Julian Reus, der im Halbfinale einen neuen deutschen Rekord aufgestellt hatte (10,05 Sekunden), gewann vor Lucas Jakubczyk (Berlin), Aleixo Platini Menga (Leverkusen) und Knipphals. Es war das schnellste deutsche 100-m-Rennen aller Zeiten - allerdings mit zu viel Windunterstützung. Auch Knipphals starke Zeit (10,21 Sekunden) findet darum keinen Eingang in die Bestenliste. Im Halbfinale mit zulässigem Wind war der Wolfsburger gute 10,27 Sekunden gelaufen.

Der 200-m-Wettbewerb litt unter Regenwetter, entsprechend mäßig fielen die Zeiten aus - Robin Erewa gewann in 20,61 Sekunden vor Sebastian Ernst, Alexander Kosenkow (alle Wattenscheid) und Knipphals, der mit seinen 20,94 Sekunden nicht zufrieden war. „Mehr war aber nicht drin“, so der VfLer. „Bei solchen Meisterschaften fehlen dann eben ein paar Hundertstel, wenn man das ganze Jahr über neben dem Training und der Regeneration auch noch einen Job bewältigen muss.“

Spannend wird jetzt der Mittwoch, wenn der DLV seinen Kader für die EM in Zürich (12. bis 17. August) nominiert. Seinen Platz in der deutschen Sprintstaffel dürfte Knipphals mit seinen guten Zeiten in Ulm gefestigt haben. Ob er auch für einen Einzelstart nominiert wird, ist offen. Über 100 m gelten Reus und Jakubczyk als gesetzt, über 200 m Erewa und Reus. Bleibt jeweils ein freier Startplatz für Menga und/oder Knipphals - wobei möglich ist, dass kein Staffel-Starter in Zürich über 200 m antritt, da beide Wettbewerbe zeitlich zu eng beieinander liegen.

apa

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