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Knipphals: EM-Bronze als Rio-Rückenwind

Leichtathletik Knipphals: EM-Bronze als Rio-Rückenwind

Amsterdam/Wolfsburg. Es sollte nur noch Formsache sein: Mit Sven Knipphals fährt ein Leichtathlet des VfL Wolfsburg mit zu den Olympischen Spielen nach Rio. Mit dem Rückenwind einer EM-Bronzemedaille. Anders als 2012, als er Ersatz war, dürfte Knipphals dann auch laufen. Wenn er fit ist.

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Lauuuf!: Sven Knipphals (M.) schickt Roy Schmidt auf die Reise Richtung EM-Bronze.

Quelle: Imago

Wie brutal die Leichtathletik sein kann, das erfuhr Knipphals mit der deutschen 100-Meter-Staffel, die in Amsterdam am Sonntagabend zu EM-Bronze sprintete. Am Vortag hatte Robert Hering mitgeholfen, 18 Stunden später war klar: Er fällt verletzt aus. Ersatzmann Roy Schmidt musste ran, wurde vom Wolfsburger mit einem Urschrei auf die dritten hundert Meter geschickt und machte es gut.

Knipphals hatte eine schwierige Saison. Der Rücken bereite dem 30-Jährigen keine Probleme mehr, aber einen Infekt musste er noch überstehen. „Das war die neunte Unterbrechung in diesem Jahr, drei Monate Training sind mir insgesamt flöten gegangen. Da darf ich nicht traurig sein, dass kein Einzelstart herausspringt“, sagte er. „Ich bin froh, dass ich in der Staffel dabei bin und im fliegenden Bereich nun wieder mein Niveau vom letzten Jahr erreiche. Jetzt sind noch einmal vier Wochen Zeit, um in Top-Form nach Rio zu fahren.“ Damit deutet er an, dass er damit rechnet, dabei zu sein. Knipphals war in Amsterdam mit Julian Reus auf dem Zimmer, dem Startläufer und schnellsten Deutschen, der den Staffelstab an Knipphals übergibt. Der gestand: „Am ersten Wechsel müssen wir noch arbeiten, von Julian habe ich mir schon einen Anraunzer abgeholt. Ich bin etwas zu spät losgelaufen. Das Problem hatte ich im Vorlauf schon, im Finale war es noch krasser.“

von Frank Schober und Jürgen Braun

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