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Keßler: Vollprofi und so torhungrig wie noch nie

Frauenfußball-Bundesliga Keßler: Vollprofi und so torhungrig wie noch nie

Torgefährlich war sie schon immer, doch rechtzeitig zur Aufholjagd des deutschen Frauenfußball-Meisters VfL im Liga-Spitzenkampf und vor dem Finale in der Champions League ist Nadine Keßler torhungriger denn je. Und: Die Wolfsburger Kapitänin spielt (vorerst) als Vollprofi.

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Saisontor Nummer 11: Nadine Keßler (hinten links) am Sonntag bei ihrem Treffer zum 3:0 gegen Bayer Leverkusen - häufiger traf sie in der Bundesliga noch nie.

Quelle: CP24 (2)

„Vor mir müssten noch sieben oder acht in der Torschützenliste stehen“, mutmaßte die Doppeltorschützin vom 3:0 gegen Leverkusen. Doch nur vier Spielerinnen haben besser getroffen als Keßler, die nun elf Liga-Treffer auf dem Konto hat. Darunter Teamkameradin Martina Müller (13). „Die Torschützenkrone werde ich wohl nicht mehr holen“, sagt sie mit einem Schmunzeln. „Aber es läuft gut und etwas Glück gehört ja auch dazu.“

Toreschießen ist nicht einmal ihre Hauptaufgabe: Sie spielt als Sechser im defensiven Mittelfeld. Doch ursprünglich war sie mal Spielmacherin. Das merkt man. Sie hat ein Auge fürs Spiel und „Gefühl für die Räume, in denen es gefährlich werden könnte.“ Samt starkem Abschluss per Fuß oder Kopf. Die erfahrene Spielerin weiß: „Gegen starke Gegner brauchen die Offensivspielerinnen Unterstützung, nachrückende Spielerinnen sind für eine Abwehr schwer auszurechnen.“ Ihr Plus in dieser Saison: Sie ist verletzungsfrei. Keßler: „Toi, toi, toi - das ist natürlich wichtig, um konstante Leistungen zu bringen.“

Gestern reiste sie zur Nationalmannschaft, freut sich drauf. Und das etwas entspannter als zuletzt. „Für zwei Monate bin ich jetzt Vollprofi“, berichtet sie. Bei der Agentur Karma, für die sie im Projektmanagement tätig war, hat sie aufgehört, „helfe nur noch aus“, bevor sie im Sommer ein Fernstudium Sportmanagement beginnt. Denn: „Die Kunden vernünftig zu betreuen, war beim aktuellen Fußball-Programm nicht mehr möglich.“ Die Fußballtermine werden kaum weniger - der VfL ist ambitioniert und „2015 ist schließlich WM.“ Keßler - nicht nur tor-, sondern auch titelhungrig.

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