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Herrlich findet VfL-Torquote „sensationell“

Heute Aufstiegs-Hinspiel zur 3. Liga Herrlich findet VfL-Torquote „sensationell“

Sein größtes Duell mit Wolfsburg hatte er vor 21 Jahren: Im Pokalfinale 1995 erzielte Heiko Herrlich beim Gladbacher 3:0-Sieg gegen den VfL das Tor zum Endstand. Jetzt ist er Trainer des SSV Jahn Regensburg. Vor dem Aufstiegs-Hinspiel beim VfL II (heute , 19 Uhr) sprach WAZ-Sportredakteur Andreas Pahlmann mit dem 44-Jährigen. 

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Gleich geht's los: Der VfL II spielt heute Abend im AOK-Stadion im Allerpark gegen Jahn Regensburg um den Aufstieg in die Dritte Liga.

Quelle: Normen Schulz

Nach dem Pokalsieg mit den Galdbachern wechselte er zu Borussia Dortmund, wo er – nach überstandener Tumorerkrankung – 2004 seine aktive Karriere beendete und A-Jugend-Trainer wurde.Es folgten Trainerjobs beim DFB (U17 und U19), beim VfL Bochum, bei der SpVgg Unterhaching und bei der B-Jugend des FC Bayern, ehe er im vergangenen Dezember als Nachfolger von Ex-VfL-Profi Christian Brand Trainer des SSV Jahn Regensburg wurde.

Herr Herrlich, im vergangenen Jahr ging‘s für Regensburg runter in die 4. Liga - ist jetzt der direkte Wiederaufstieg Pflicht?

Was heißt schon Pflicht? Es war unser Ziel, erst einmal Meister unserer sehr ausgeglichenen Liga zu werden - das haben wir am vorletzten Spieltag mit unserem „Endspiel“ in Fürth geschafft. Und jetzt müssen wir uns eben gegen einen Gegner mit einer sehr starken Offensive durchsetzen.

Haben Sie den VfL II beobachtet?

Natürlich, wir hatten Leute bei den Spielen und ich habe mir Videos angesehen. Um zu wissen, wie stark die Wolfsburger sind, muss man nur auf die Anzahl der geschossenen Saisontore schauen. 87 in 34 Spielen - das ist sensationell.

Welche Spieler sind besonders gefährlich?

Dino Medjedovic fällt mit seiner Torquote sowieso auf, Hilal El-Helwe ist richtig gefährlich, Bastian Schulz ist mit seiner Routine der Dreh- und Angelpunkt, der den Laden da zusammenhält.

Sie haben im Dezember Jahn Regensburg übernommen, was hat Sie an der Aufgabe gereizt?

Der Kontakt bestand länger, es hatte 2012 schon Gespräche gegeben, als Markus Weinzierl von Regensburg nach Augsburg gegangen war. Damals hatte es noch nicht gepasst, aber ich habe den Verein immer verfolgt. Das Umfeld stimmt, das Stadion ist seit Sommer 2015 neu, es sind im Schnitt fast 7000 Leute da, das Publikum ist begeisterungsfähig. Zum Rückspiel ist die Hütte voll, es werden bis zu 15.000 Zuschauer kommen.

Als der VfL II vor zwei Jahren in den Aufstiegsspielen an Großaspach gescheitert war, hieß es, die Wolfsburger Nachwuchsmannschaft habe gegen eine Männermannschaft verloren. Ist die Routine auch diesmal ein Vorteil?

Nein. Wir haben es bei uns in der Liga gegen Nürnberg II gesehen, dass auch eine U-23- Mannschaft Männerfußball spielt - und wenn ich an das Wolfsburger Spiel in Oldenburg denke, dann glaube ich nicht, dass der VfL da einen Nachteil hat.

Stört es Sie eigentlich, dass der Meister der 4. Liga nicht direkt aufsteigt?

Das habe ich vorher gewusst, da kann ich es ja im Nachhinein nicht blöd finden. Es bringt auch nichts, sich darüber zu beklagen. Im Grunde ist es doch wie in der Champions League: Da nützen dir die Erfolge in der Gruppenphase auch nichts mehr, wenn du am Ende das Finale verlierst.

Stimmt es, dass Sie in der Liga mit Ihrem Team immer erst am Spieltag angereist sind?

Ja, meine Spieler sind es nicht gewohnt, einen Tag vorm Spiel so eine Reise zu machen - deswegen sind wir auch schon am Montag nach Wolfsburg gereist. So gehen wir ein bisschen der Gefahr aus dem Weg, dass den Jungs die ungewohnt lange Reise noch zu sehr in den Knochen steckt.

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