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Hansen erlöst Zitter-VfL: Doppelpack gegen Ex-Klub

Frauenfußball Hansen erlöst Zitter-VfL: Doppelpack gegen Ex-Klub

Die VfL-Fußballerinnen sind nach einer unnötigen Zitterpartie ins Achtelfinale der Champions League eingezogen. Nach dem 1:0 im Hinspiel gewannen die Wolfsburgerinnen gestern zu Hause gegen Stabaek FK mit 2:1 (1:0).

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Diesmal trifft nur eine: Der VfL hatte gestern Abend im Champions-League-Rückspiel gegen Stabaek viele Chancen, doch beide Treffer erzielte Caroline Hansen. Erst schob sie einen Pass von Martina Müller zum 1:0 ein (kl. Foto o.), dann zog sie aus 16 Metern ab und traf zum 2:1 (kl. Foto u.).

Quelle: Photowerk (bb), Imago

Dabei mussten sie aber länger zittern als nötig. Schon nach der frühen Führung durch Caroline Hansen (Vorarbeit von Martina Müller) hätten Alexandra Popp, Müller und Hansen nachlegen müssen. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte spielte nur der VfL nach vorn, traf aber das Tor nicht. „Wir haben die Angriffe viel zu schlampig ausgespielt“, monierte Trainer Ralf Kellermann. „Wir hätten zehn Tore schießen und das Spiel viel früher entscheiden müssen.“

Haben sie aber nicht - und stattdessen fiel auf der anderen Seite wie aus heiterem Himmel der Ausgleich. Die Ex-Wolfsburgerin Melissa Wiik nutzte einen unachtsamen Moment der VfL-Defensive. Damit änderte sich allerdings nichts. Die Norwegerinnen stellten sich weiter nur hinten rein und lauerten auf Konter und Standards. Und der VfL vergab Chance um Chance. „Das Endergebnis ist ein absoluter Witz“, meinte Kellermann. „Manchmal gehen solche Spiele aber sogar noch in die ganz falsche Richtung.“

Nur gut, dass die starke Hansen die überlegenen Gastgeberinnen fünf Minuten vor Schluss mit einem 16-Meter-Schuss erlöste. Die 19-Jährige war die überragende VfLerin, brachte immer Bälle über die rechte Seite ins Zentrum, doch dort fanden sie keine Abnehmerinnen. „Sensationell, was sie für ein Potenzial hat, sie hat ein Klassespiel gemacht“, lobte Kellermann. Doch Hansen war trotz Doppelpacks nicht zufrieden: „Ich bin glücklich über die Treffer, aber diesmal muss man sagen: Es waren nur zwei Tore. Stabaek hat zwar gut verteidigt, aber wir haben vielleicht zu kompliziert oder leichtfertig agiert.“ Dass sie ihre Treffer nicht bejubelt hat, hatte aber andere Gründe: „Ich jubele nicht gegen meinen alten Klub - aus Respekt.“

rs/dik

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