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Fischer: Stark trotz Migräne

Frauenfußball Fischer: Stark trotz Migräne

Mit bis zu fünf Wolfsburgerinnen spielt heute (18 Uhr, live in der ARD) die deutsche Frauenfußball-Nationalelf in Örebro. Die Abwehr der Schwedinnen hält Nilla Fischer zusammen. Die VfLerin spielt ein überragendes Jahr - und das, obwohl sie sich mit einer quälenden Krankheit herumschlägt.

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Länderspiel: VfL-Abwehrchefin Nilla Fischer tritt (l.) heute mit Schweden gegen Deutschland an – und trifft dabei unter anderem auf ihre Vereinskollegin Alexandra Popp (r.).

Seit sie zehn Jahre alt war, hat Fischer Migräne. Immer wieder wird sie von Anfällen lahmgelegt. Während des Algarve-Cups 2009 konnte sie deswegen nicht mehr für Schweden auflaufen. Als der VfL im November 2013 in der Champions League gegen Malmö spielte, musste sie sich auswechseln lassen. Und auch die eine oder andere Trainingseinheit musste Fischer schon abbrechen. „Es flackert vor meinen Augen. Dann muss ich mich in einen ruhigen, dunklen Raum legen, damit es besser wird. Weiterspielen kann ich nicht, weil ich den Blick für Ball und Spielerinnen nicht mehr habe“, beschreibt die Verteidigerin.

Um die Krankheit, die sich in donnernden Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit äußert, einigermaßen im Griff zu haben, lässt sich Fischer regelmäßig akupunktieren. „Es entspannt meinen Hals und meinen Kopf, es minimiert die Anfälle“, beschreibt sie - und erklärt weiter: „Besonders wichtig ist auch, wie ich schlafe und mich ernähre.“

Trotz des Handicaps ist Fischer aktuell die beste Abwehrspielerin der Welt. Mit dem VfL hat sie in dieser Saison erst einen Gegentreffer kassiert, mit der schwedischen Nationalelf war es in der WM-Quali ebenfalls nur einer. Folgerichtig ist sie die Favoritin bei der Wahl zu Schwedens Fußballerin des Jahres und steht in der Top-Liste zur Weltfußballerin. „Ich habe ein sehr gutes Jahr. Ich sehe mich in der Lage, dass ich die Wahl gewinnen könnte. Aber ich glaube nicht, dass ich es schaffe“, so Fischer. „Ich würde Nadine Keßler wählen. Ich weiß, wie gut sie ist und wie hart sie arbeitet.“

rs

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