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Europaspiele: „Man bekommt Gänsehaut“

Turnen Europaspiele: „Man bekommt Gänsehaut“

Am Freitag starten in Baku (Aserbaidschan) die ersten Europaspiele, so etwas wie Olympia auf kontinentaler Ebene. Heute reist die Wolfsburgerin Sophie Scheder an, die sich am Wochenende in die Finals turnen möchte. Das sagt die 18-Jährige über das historische Ereignis, Ziele und den Kontakt zur Heimat.

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Sie möchte sich in die Finals turnen: Die Wolfsburgerin Sophie Scheder ist bei den Europaspielen in Baku dabei. Beim Abenteuer Aserbaidschan hofft sie auf eine Medaille.

Quelle: Archiv

WAZ: Sind Sie schon aufgeregt vor den ersten Europaspielen oder ist es ein Wettbewerb wie jeder andere auch?
Scheder: Nein, das ist schon ziemlich gewaltig. Ich war damals schon bei den Spielen für Junioren dabei. Das war ein großes Ding, und so wird es jetzt wohl auch. Man bekommt schon Gänsehaut, wenn man sich den Begriff auf der Zunge zergehen lässt. Dass ich ein historisches Ereignis miteröffne, ist Wahnsinn.

WAZ: Welchen sportlichen Stellenwert hat der Wettkampf?
Scheder: Es ist vielleicht nicht so groß wie eine Weltmeisterschaft. Aber es ist eine gute Vorübung für die WM in dieser Saison.

WAZ: Aber letztlich wird alles vom Traum von Olympia in Rio 2016 überstrahlt?
Scheder: Wir arbeiten schon auf Olympia hin. Aber ich möchte jeden einzelnen Wettkampf bis dahin genießen. Es kann ja immer etwas passieren. Wenn man dann nur an Olympia gedacht hat und es verpasst, hatte man gar nichts, das bleibt.

WAZ: Und die Europaspiele sind ja wie Olympia in klein...
Scheder: Ja, schon. Es gibt eine Eröffnungsfeier, wir Sportler leben in einem Dorf zusammen. Ich werde also auch viel mit anderen ins Gespräch kommen.

WAZ: Und auch andere Sportarten anschauen?
Scheder: Das wird leider schwierig. Vor meinen Wettkämpfen muss ich mich konzentrieren, und danach reisen wir schnell ab. Aber ich würde gern noch etwas anderes sehen.

WAZ: Zurück zu Ihnen. Was möchten Sie aus Baku mitbringen?
Scheder: Am Barren habe ich Chancen aufs Finale, und mit einer Superübung ist eine Medaille drin. Im Mehrkampf und am Balken möchte ich in die Finals. Aber alles andere wird da schwierig. Ich turne zwar sauber, habe aber noch nicht die großen Schwierigkeiten im Programm.

WAZ: Sie sind schon jahrelang in Chemnitz. Haben Sie in Baku etwas dabei, das Sie an Wolfsburg erinnert?
Scheder: Viel habe ich nicht mehr mit Zuhause zu tun. Ab und zu schaue ich noch bei meinem VfL rein. Bei meinen Eltern bin ich alle zwei Monate. Meine Mama Andrea kommt aber extra nach Baku. Meine Eltern reisen mit ihrem Wohnmobil oft zu meinen Wettkämpfen. Und ich habe mich natürlich über den DFB-Pokal-Sieg gefreut.

WAZ: Sie sind Fußball-Fan?
Scheder: Naja, ich war früher gern im Stadion bei den VfL-Spielen. Das Pokalfinale habe ich leider nicht sehen können, weil ich zeitgleich einen Wettkampf hatte. Aber als ich das Ergebnis gehört habe, kamen meine Heimatgefühle natürlich hoch.

rs

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